Zum Reinbeißen: Steirische Krapfen

Wir sind Fasching! In der fünften Jahreszeit kommt keiner an den runden Leckerbissen vorbei. Dieses Faschingskrapfen-Rezept stammt von den Steirischen Bäuerinnen. Gutes Gelingen!

 

Zutaten:
  • 1 kg Mehl (universal, glatt, griffig, je nach Vorliebe)
  • 80 g frische Germ oder 2 P. Trockengerm
  • 3/8–1/2 l Milch, je nach Mehlsorte und Eiergröße
  • 120 g Zucker (Staub-, Kristall- oder feiner Rübenzucker)
  • 6 Dotter
  • Salz
  • 120 g Butter
  • 4 EL Rum (dient als Geschmackszutat und Alkohol verhindert außerdem, dass das Gebäck zuviel Fett aufnimmt)
  • Schale von 1 Zitrone und 1/2 Orange
  • Saft von 1/2 Orange
  • (echter) Vanillezucker
  • Marillenmarmelade
    ev. Rum oder Marillenbrand zum Aromatisieren der Marmelade
  • Staubzucker
Zubereitung:

 

In das vorbereitete Mehl eine Grube machen, die frische Germ hineinbröseln, lauwarme Milch und Zucker dazugeben, Dampfl einige Minuten aufgehen lassen, bei Trockengerm entfällt dies, alle Zutaten werden vermischt.
Restliche Zutaten folgendermaßen dazugeben: Die Dotter salzen (damit erreicht man eine bessere Färbung), darauf achten, dass Salz, die sehr weiche (oder zerlassene) Butter und Rum nicht unmittelbar zur Germ gelangen (das behindert das Aufgehen), Geschmackszutaten dazugeben und alles gut vermischen.
Im warmen Wasserbad gehen lassen, dazwischen ein- bis zweimal wieder zusammenkneten (das Gebäck erhält dadurch eine feinere Porung).

Dann Teigstücke abstechen, in den Händen zu Kugeln formen und auf einer etwas bemehlten Arbeitsfläche „schleifen“, d. h. mit der hohlen Innenhand mit sanftem Druck kreisende Bewegungen ausführen, bis die Oberfläche sich glatt anfühlt, nicht zu lange schleifen, da der Teig sonst zu kleben beginnt und nicht zu viel Mehl verwenden, da die Teigkugel sich sonst nicht „schleifen“ lässt und rutscht.
Teigkugeln auf ein bemehltes Tuch legen, mit bemehlten Fingern flachdrücken, zudecken und wiederum gehen lassen.
Die gegangenen Teigkugeln in ca. 150 °C heißes Fett (Öl, Schmalz…) mit der Oberseite nach unten einlegen (nicht zu viele in die Pfanne geben, da die Stücke noch aufgehen), es empfiehlt sich ohnehin, zu Beginn nur einen „Probekrapfen“ ins Fett zu legen. Deckel auf die Pfanne legen, 3 Minuten backen, danach die Krapfen umdrehen und die zweite Seite ca. 2 Minuten bei abgenommenem Deckel fertigbacken, dann passt die Fetttemperatur optimal.

Wichtige Regel beim Krapfenbacken: man sollte nebenbei etwas zu tun haben, denn sonst schaut man zu oft nach, ob der Teig schon gegangen ist, die Krapfen schon umgedreht gehören…
Die Krapfen zum Abtropfen auf ein Küchenpapier legen, noch heiß mit Marmelade füllen.
Tipp: Beim schönsten Teil des weißen Randes einstechen – dort wird hineingebissen, dort schaut man hin!

 

 

 

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