Zukunft „Lebendige Flüsse“

Die Landesräte Kurzmann und Seitinger stellen den Plan der Gewässer von besonderer ökologischer Bedeutung vor. Fachexperten, Wasserkraftbetreiber (Energie Steiermark, Verbund, und andere) und weitere Stakeholder haben diesen vorbereitet. Dieser Plan besagt, wo Wasserkraft zukünftig möglich ist und wo der ökologische Raum auch für die Fischerei und den Tourismus geschützt werden soll. LR Gerhard Kurzmann erklärt, dass mit der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie der Zielzustand der Gewässer stufenweise erreicht werden soll: „Der Zweck dieser Verordnung ist nicht nur der Schutz von Gewässerstrecken mit besonderer Bedeutung, sondern auch die Berücksichtigung der ökonomischen Gegebenheiten.“ Kurzmann erklärt, dass die Verordnung künftig für alle Wasserentnahmen an Fließgewässern gelten wird und weiß auch um den Nutzen dieser bestens Bescheid: „Es wird keinen Eingriff in bestehende Rechte geben, allerdings wird so eine enorme Planungssicherheit erreicht.“

Statement Landesrat Hans Seitinger: „Stein des Anstoßes für dieses wichtige Werk war eine Vorgabe des Europäischen Parlaments. Unser Ziel ist es nun, eine Zukunftslösung zu finden, wo einerseits Rechtssicherheit für Wasserkraft-Investitionen besteht und andererseits unsere Umwelt geschützt wird.“ Weiters legt LR Seitinger offen, in welche Richtung es für ihn geht: „Unser Ziel ist es, die Wasserkraft weiter auszubauen, aber gleichzeitig eine mittel- bis langfristige Absicherung ökologischer Flussstrecken zu erreichen, die unangetastet bleiben sollten, um der Ökologie und der Fischerei Lebensraum geben zu können.“ Der Prozess zur Erstellung des Gewässerstrecken-Plans war auf drei Jahre angelegt, um eine maximale Einbindung aller Stakeholder vornehmen zu können. Hierbei wurden Kleinwasserkraftbetreiber, Großenergieerzeuger, Fischereiverbände, Naturschutzorganisationen und andere Beteiligte miteinbezogen. Der nun vorliegende Vorschlag spiegelt ein breites Übereinkommen all dieser Beteiligten wieder und soll nun im Landtag beschlossen werden.

 

Daten und Fakten:

 

Bäche und Flüsse in der Steiermark: rd. 30.000 km

davon mit Einzugsgebiet größer 10 km²: rd. 6.400 km

davon Gewässer in Natura 2000-Gebieten: 650 km

Wasserkraftanlagen: ca. 800

Energieproduktion: dzt. 3.700 GWh/Jahr plus 760 GWh/Jahr bis 2020 (rd. 60 % bereits realisiert)

Entscheidungsfaktoren: Klimaschutz

Vereinbarkeit von Ökologie und Wasserkraft

Versorgungssicherheit

Regionale Wertschöpfung

Die Wasserkraft ist eine der saubersten Energieformen und soll sich gerade im Wasserland Steiermark weiterentwickeln können. Gleichzeitig tragen wir aber eine große Verantwortung für einen nachhaltigen ökologischen Kreislauf. – Landesrat Bauernbundobmann Hans Seitinger 

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