Wölzertal vor Hochwasser geschützt

Im Juli 2011 richtete ein schweres Hagelgewitter mit Hochwasser verheerende Schäden in den vormaligen Gemeinden Oberwölz Stadt, Oberwölz Umgebung, Winklern bei Oberwölz und Niederwölz an. Mehrere Menschen mussten aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden, 100 Wohnobjekte wurden überflutet, Brücken und Stege weggerissen, Verkehrswege vermurt und eine Bahnlinie unterbrochen. Außerdem brach die Infrastruktur von Strom, Wasser und Abwasser zusammen. Das Wölzertal wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Für die notwendigen Soforthilfemaßnahmen flossen damals rund 3,3 Millionen Euro in die Region, waren 1300 Feuerwehrleute aus der gesamten Steiermark und 180 Mann des Bundesheeres im Einsatz. Insgesamt waren 30.000 Einsatzstunden notwendig, um die Infrastruktur in den betroffenen Gemeinden wieder herzustellen.

Mittlerweile wurde das Hochwasserschutzprojekt Wölzerbach mit Gesamtkosten in der Höhe von 6,9 Millionen Euro fertiggestellt, welches das Gemeindegebiet von Niederwölz vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis schützt.

Landesrat Johann Seitinger: „Wir investieren jedes Jahr hohe Summen in den Hochwasserschutz. Die damit umgesetzten Maßnahmen zeigen ihre erfolgreiche Wirkung. Dennoch müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir hinsichtlich notwendiger Schutzmaßnahmen von Naturereignissen getrieben werden. Jetzt bewahrheitet sich das, was uns die Klimatologen schon vor Jahren prophezeit haben. Daher müssen wir neben den technischen Maßnahmen, gelebter Eigenverantwortung und einer restriktiven Raumordnung dem Klimaschutz höchste Priorität einräumen.“

Betrachtet man die letzten 10 Jahre, so wurden in diesem Zeitraum mehr als 400 Millionen Euro zum Schutz vor Hochwasser investiert. Derzeit schützen die Steirerinnen und Steirer über die Grüne Mark verteilt 145 Rückhaltebecken, 50 weitere sind in Planung, 10 davon befinden sich bereits in Bau.

 

Zahlen, Daten, Fakten zum Hochwasserschutz Wölzerbach

Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • Errichtung eines Unholzrechens flussaufwärts des Siedlungsbereiches
  • Brückenneubau auf die ca. doppelte bisherige Spannweite
  • Linearer Gewässerausbau auf einer Länge von ca. 900m
  • Schaffung der Hinterlandentwässerung mittels 5 Pumpwerken

 

Finanzierung

Gesamtkosten:                                                                      € 6.900.000,-

Mittel des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und

Wasserwirtschaft:                   50 %

Land:                                     35 %

Gemeinde Niederwölz:           15 %

Bauzeit:                                             September 2013 – Mai 2016

 

Foto: Zweite Landtagspräsidentin Manuela Khom (4.v.r.), Landesrat Johann Seitinger (5.v.r.) und Bürgermeister Walter Koller (6.v.r.) bei der feierlichen Eröffnung des Hochwasserschutzprojektes Wölzerbach

© Lebensressort

 

 

 

 

 

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