Ton für Ton zum Erfolg

David Siebenhofer bewies schon mit sechs Jahren großes Talent auf der Harmonika. Elf Jahre später beschreitet er mit ihr musikalisches Neuland.

Den „Floh“ hat ihm eindeutig sein Onkel, der „Schallerwirt“, Joseph Schnedlitz in Ohr gesetzt, als er David schon früh bei seinem Harmonikaspiel im Gasthaus zuhören ließ. Irgendwann um den sechsten Geburtstag herum, wünschte sich der Bub dann: „Du, Onkel Seppi, ich möchte auch gerne spielen lernen.“ So hat alles begonnen. „Ich habe ihm ein eigenes Gestell aus Gurten gebastelt, weil er ja noch viel zu klein war“, blickt der erste Lehrer eines großen Talentes stolz zurück. Feingefühl, gutes Gehör und eine Gabe, Stücke eigenständig zu interpretieren, das hat der Onkel sofort bei David gespürt und ihn fortan einmal im Monat für drei Tage in kurzen Intervallen unterrichtet. Nach rund zehn Monaten hatte sich bereits ein beachtliches Repertoire gebildet und die Begeisterung war ungebremst. Bei einem Harmonikawettbewerb, zudem ihn der Onkel schließlich vom Heimatort Murau nach Graz mitnahm, reifte Davids Wunsch: „Glaubst du, kann ich da auch mitspielen?“ Sein Lehrer war überzeugt davon, und mit viel Übung und Eifer, konnte David Siebenhofer auch sechs Jahre später als Gewinner des Steirischen Harmonikawettbewerbes vom Podium strahlen.

Besondere Gabe

„Ich freue mich wirklich sehr, dass ich heute noch mit ihm spielen kann. Es kommt so viel zurück“, strahlt Josef Schnedlitz übers ganze Gesicht. Seine besondere Gabe, aus bekannten Stücken etwas Besonderes, Eigenständiges und Neues zu machen, hat sich David bewahrt und mit seinen heute 17 Jahren kürzlich auch den Harmonika-Award-Jugendpreis eingefahren. Auftritte vor Publikum und Prominenz sind längst keine Seltenheit und nichts Ungewöhnliches für den Schüler der siebnten Klasse des Grazer Musikgynasiums Dreihackengasse, die Begeisterung für das Instrument ist ungebrochen: „Es sind die Einschränkungen, die man auf der Steirischen Harmonika hat, dass nicht alle Töne vorhanden sind und man komplizierte Griffe wählen muss. Das bringt einen an die Grenzen und darin liegt auch der Reiz“, beschreibt David die Herausforderung. Wenn der erfolgreiche Jungmusiker nicht gerade für Solo-Auftritte mit der „Knopferharmonika“ probt, versucht er gemeinsam mit seiner Band „mamabeda“ die Verschmelzung von moderner Musik mit traditionellen Instrumenten und vierstimmigem Gesang zu perfektionieren. Dabei kommen unterschiedlichste musikalische Stilrichtungen und Einflüsse zum Einsatz.

Musikalisches Neuland

Was herausspringt, soll Fans aller Altersgruppen in den Bann ziehen. Entschlossen, angestaubte Konventionen hinter sich zu lassen, haben sich die Bandmitglieder 2014 zusammengetan, um etwas erfrischend Neues ins Leben zu rufen. Und in seiner Band sieht David auch seine musikalische Zukunft: „Ich möchte ein anderes Licht auf die Harmonika bringen und das fasziniert mich in der Gruppe mehr.“

 

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