Tausend Bauern beim Wahlkampf-Auftakt

Am Wochenende fand in Hitzendorf der Landesbauerntag des Steirischen Bauernbundes als Auftakt zur Intensivwahlkampfphase für die Landwirtschaftskammerwahl am 31. Jänner 2016 statt. Die Hausherrin, Bürgermeisterin und Bauernbundbezirksobfrau von Graz-Umgebung, Simone Schmiedtbauer, konnte mehr als 1.000 Bäuerinnen und Bauern aus der ganzen Steiermark in der Kirschenhalle willkommen heißen. Ein Video von Bäuerinnen und Bauern zum Bauernjahr 2016 finden Sie hier.

 

Landesobmann Landesrat Hans Seitinger freute sich, am Landesbauerntag zahlreiche Ehrengäste begrüßen zu dürfen, mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Bauernbundpräsident Jakob Auer und Europaabgeordnete Elli Köstinger an der Spitze. Der Landesbauerntag stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Kammerwahl und des Bauernbundspitzenkandidaten Franz Titschenbacher. Gemäß des Anspruchs des Steirischen Bauernbundes als einzige echte Bauernvertretung war sehr deutlich und für alle Besucherinnen und Besucher eindringlich spürbar, was der Bauernbund leistet und was er, trotz des Gegenwindes aus allen Richtungen, der derzeit extrem stark bläst, für die Steirische Bauernschaft zu leisten im Stande ist. Das gelingt aber nur durch die Arbeit der unzähligen Funktionäre vor Ort in der gesamten Steiermark. Am Landesbauerntag bekam bei der Präsentation der Bauernbundkandidaten mit Spitzenkandidat Präsident Franz Titschenbacher und Vizepräsidentin Maria Pein an der Spitze dieser Einsatz ein Gesicht.

 

Gäste

Bäuerinnen und Bauern aus der ganzen Steiermark

Landesobmann Hans Seitinger: Bauernbund eine Stütze der Volkspartei

Landesobmann Hans Seitinger verdeutlichte dies schon in der Begrüßung: „Mit all unseren Kandidaten geben wir der Landwirtschaft ein Gesicht und gleichzeitig sind wir alle gemeinsam als Bauernbund eine Stütze der Steirischen Volkspartei. Gerade in Zeiten, wo Mehrheiten deutlich verschwommener werden, ist eine starke und geschlossene Interessensvertretung essenziell. Unsere Aufgabe ist es, jungen Leuten wieder Perspektiven bieten zu können, für eine tragfähige Zukunft auf den Höfen und stabile Rahmenbedingungen.“

Landeshauptmann Schützenhöfer unterstrich Bedeutung der Bauernschaft

In die gleiche Kerbe stieß auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der stets die enorme Bedeutung der steirischen Bauerschaft für die Menschen in der Steiermark betont. Der Landeshauptmann: „Die steirischen Landwirte sind für mich ein wesentlicher Bestandteil unseres Landes. Sie sorgen mit ihrer Arbeit nicht nur für gesunde und regionale Lebensmittel und Produkte, sondern sie tragen mit ihrer Tätigkeit auf Feldern, Wiesen und Wäldern dazu bei, dass die Steiermark als Grünes Herz Österreichs weit über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt ist. Der Steirische Bauernbund mit LR Hans Seitinger und Präsident Franz Titschenbacher sind dabei starke Vertreter und verlässliche Partner für die Interessen der steirischen Bauernschaft.“

Die Bäuerinnen als Botschafterinnen der Leistungen der Landwirtschaft

Die einzige bäuerliche Europaabgeordnete Österreichs, Elisabeth Köstinger betonte besonders, dass jeder einzelne Cent, der bei den Bauern ankommt, gerechtfertigt ist. Sie setzt sich in Brüssel dafür ein, dass die Arbeit der Bauern eine entsprechende Wertschätzung erfährt und steht hundertprozentig hinter der Bauernschaft: „Wir müssen uns unserer Leistungen und Fähigkeiten bewusst sein und dieses Selbstbewusstsein deutlich zur Schau stellen.“ An die Konsumenten gerichtet ein klarer Apell Köstingers: „Statt sich als Konsument heutzutage sein Gewissen zu beruhigen, indem man bei einer NGO-Kampagne eine Unterschriftenliste zeichnet, hat man beim Griff ins Regal wirklich die Entscheidung darüber, ob es den Bauern und auch unserem wunderbaren ländlichen Raum in Zukunft noch gut gehen kann. Vizepräsidentin Maria Pein betonte vor allem die Rolle der Bäuerinnen auf den Betrieben und in der Vermittlung von Wissen über Landwirtschaft und Lebensmittel an die Gesellschaft. Zu den unsäglichen Angriffen auf die Bauernschaft, deutlich sichtbar an der kurz vor der Landtagswahl 2015 vom damaligen FPÖ-Landesrat Gerhard Kurzmann im Alleingang erlassenen Verordnung zum Regionalprogramm Grundwasser, nimmt sie klar Stellung: „ Hier geht es nicht um politisches Kalkül, hier geht es um das Überleben von 1.800 Steirischen Bauernfamilien in der gesamten Süd- und Oststeiermark. Wir nutzen alle rechtlichen Mittel aus und lassen die Bäuerinnen und Bauern nicht im Stich. Hier wird deutlich sichtbar, dass gerade den selbsternannten Bauernrettern die Bauern in Wirklichkeit völlig egal sind.

Polit

Hohe Agrar-Politiker sind nach Hitzendorf gekommen.

Franz Titschenbacher: Der Bauer als Dienstleister und verlässlicher Partner braucht Perspektiven für die nachfolgenden Generationen

Den Höhepunkt stellte die Präsentation des Spitzenkandidaten Franz Titschenbacher dar.

In seiner verbindlichen und sympathischen Art zeichnete er ein Bild der Bauernschaft als verlässlicher Partner und engagierter Dienstleister für die Menschen im Lande. Er stehe gemeinsam mit dem Kandidatenteam für bewirtschaftete und mit Leben erfüllte Almen, sehe die produzierende Landwirtschaft als Garant für wertvolle Lebensmittel und eine aus der Bewirtschaftung heraus gepflegte Kulturlandschaft. Titschenbacher: „Wir haben die Verantwortung, die Vielfalt der Heimat zu erhalten und wir müssen über die von uns erzeugten Produkte regionale Identität vermitteln.“ Zu den Hauptaufgaben der Bauernvertretung aus seiner Sicht: „Unser höchstes Ziel ist es, bäuerlichen Familien Orientierung bieten zu können, wir sind Begleiter und bieten Stabilität und Orientierung, damit diese Familien auch zukünftig Wertschätzung, Wertschöpfung und Einkommen erzielen können. Das funktioniert nur durch diese Geschlossenheit, die den Steirischen Bauernbund auszeichnet und auch immer ausgezeichnet hat.“ Dass es innerhalb der Gemeinschaft viele Stimmlagen gibt, sei wichtig und zeichnet uns ebenfalls aus, aber gleichzeitig auch die Kraft und Einheit im Auftritt nach außen, die wir gerade in den nächsten Wochen brauchen werden. Vom heutigen Tag können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei Dinge mitnehmen, fasste es Präsident Titschenbacher zusammen: „Einerseits Geschlossenheit und Harmonie und andererseits den unverrückbaren Glauben an die Zukunft.“ Nachdem dieser eindrucksvolle Wahlkampfauftakt des Bauernbundes mit der Landeshymne schloss, gab es zur Stärkung der Gäste vor den Herausforderungen der nächsten Wochen ein Gulasch, zubereitet vom Sprecher der österreichischen Landwirtschaftsmeister, dem Liebocher Direktvermarkter Markus Konrad.

 

Fotos: Arthur

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