Starkregen: Enorme Schäden

Stark betroffen sind Betriebe im Ilz-, Safen-, Saifen-, Feistritz- und Lafnitztal. Präsident Franz Titschenbacher und Landesrat Johann Seitinger auf Lokalaugenschein im Schadensgebiet.

Schwerste Überflutungen. Ackerkulturen, Grünland, Gemüse- und Baumschulpflanzen stark betroffen. Die gestrigen starken Niederschläge haben im Ilz-, Safen-, Saifen-, Feistritz- und Lafnitztal schwere Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen durch schwere Überflutungen und Erosion verursacht. Stark betroffen sind die Ackerkulturen Mais, Getreide, Kürbis, Erdäpfel, Hirse und Soja. Enorm in Mitleidenschaft gezogen hat der Starkregen auch Holunder, Chinakohl und Gemüsekulturen, Käferbohnen und Baumschulpflanzen. Im Pöllauer Tal und im Hartberger Oberland sind auch Grünland- und Feldfutterflächen betroffen.

Verheerende Schäden: Die Überflutungen haben den Sommerchinakohl von Franz Kober (4.v.l.) aus Hochenegg bei Ilz zur Gänze zerstört. Im Bild: Präsident Franz Titschenbacher,  Friederike Hammerlindl, Obfrau Bezirkskammer Fürstenfeld, Franz Kober, Johann Reisinger, Obmann Bezirkskammer Hartberg, Landesrat Johann Seitinger und Fritz Rauer, Obmann der steirischen Gemüsebauern (v.r.n.l.)

Verheerende Schäden: Die Überflutungen haben den Sommerchinakohl von Franz Kober (4.v.l.) aus Hochenegg bei Ilz zur Gänze zerstört.

Lokalaugenschein: Präsident Franz Titschenbacher und Landesrat Johann Seitinger im Schadensgebiet. Gemeinsam mit Landesrat Johann Seitinger und Bäuerinnen und Bauern unternahm Präsident Franz Titschenbacher heute einen Lokalaugenschein im Schadensgebiet. Titschenbacher: „Ich bin vom Schadensausmaß tief betroffen.“ Und weiter: „Kurzfristig ist es notwendig wirksame Versicherungsmodelle zu erstellen, um die betroffenen Betriebe bei Wetterkapriolen wie beispielsweise bei Überschwemmung besser abzusichern und eine Existenzbedrohung zu verhindern.“ Mittelfristig verlangt Titschenbacher einen forcierten Ausbau der nachwachsenden Energien, um den Klimawandel zu bremsen. Denn: Extremer Starkregen ist beispielsweise eine Folge des Klimawandels.

Große Schäden durch Überflutung und Erosion. Schadensausmaß noch nicht feststellbar. Die betroffenen Kulturen stehen unter Wasser. Insgesamt sind in Hartberg 1.000 Hektar und in Fürstenfeld 500 Hektar überflutet. Der erste geschätzte Schaden allein durch Überflutung liegt bei rund 1,5 Millionen Euro, könnte aber noch höher werden. Die Erosionsschäden durch den Starkregen lassen sich derzeit noch nicht abschätzen. Von Erosion betroffen sind ersten Schätzungen zufolge 5.000 bis 7.000 Hektar Ackerkulturen.

Hagelschäden. Im Raum St. Ruprecht, Mitterdorf/Raab, Eggersdorf, Brodersdorf gingen ferner schwere Hagelunwetter nieder. Betroffen sind in erster Linien Obstkulturen außer Netz wie Erdbeeren, Marillen, Kirschen, Zwetschken und Pfirsiche. Weiters ist auch Gemüse schwer geschädigt. Der Gesamtschaden durch die Hagelunwetter beträgt ersten Schätzungen zufolge 300.000 Euro.

 Die nächsten Schritte. Die Bauern können jetzt nur abwarten bis das Wasser abfließt und dann entscheiden, ob die Flächen neu angebaut werden.

 

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