Starker Trend zum „sanften Winter“

Doppelte Freude für den Urlaub am Bauernhof: Man hat eine starke Winter-Prognose und blickt auf eine tolle Sommersaison zurück.

Auf vielen steirischen Urlaubs-Bauernhöfen gibt’s ein Stimmungs-Hoch. Die Gründe dafür liefern die nun veröffentlichten, erfreulichen Ergebnisse der Mitgliederbefragung des Landesverbandes Urlaub am Bauernhof (UAB) zur Sommersaison und auch die sehr positive Buchungslage für den Winter.

Die Sommerbilanz brachte ein Rekordergebnis: Unglaubliche 93 Prozent der Betriebe äußerten sich entweder „sehr zufrieden (53 Prozent) oder „zufrieden“ (40 Prozent). In Schulnoten ausgedrückt lag man mit 1,5 ganz nahe am „Sehr gut“ und damit sogar über dem österreichischen Durchschnitt von 1,6. Damit aber nicht genug: Geradezu explodiert sind die Umsätze mit Online-Buchungen – da steht ein gewaltiges Plus von 49,5 Prozent zu Buche. Dieser Boom hat auch zu einem kräftigen Schub in Sachen Internationalisierung geführt – Menschen aus 42 Nationen waren zuletzt auf steirischen Bauernhöfen zu Gast. Auch die allgemeine Interessenslage an Angeboten dieser Art im Internet war beeindruckend: Jeder steirische Urlaubs-Hof wurde durchschnittlich 246 Mal pro Monat unter die Lupe genommen. „Das bedeutet mehr als acht Besuche täglich“, freut sich UAB-Geschäftsführerin Astrid Schoberer-Németh.

Aus Sicht der Betriebe aber das Wichtigste: Die Durchschnittspreise konnten angehoben werden. Und zwar auf 36,70 Euro (im Vorjahr 33,40 Euro) pro Person für ein Zimmer mit Frühstück und für eine Vier-Personen-Ferienwohnung auf 93,80 Euro (Im Vorjahr 87 Euro). Auch die Auslastung im Sommer – 69,3 Belegstage pro Bett – konnte sich sehen lassen und lag klar über dem Österreich-Durchschnitt, der bei 66 Tagen lag. Wobei sich zeigte, dass die Treue der Gäste ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: Fast die Hälfte (48 Prozent) aller Nächtigungen wurden mit Stammgästen erzielt. Was heißt, dass man auf sie auch im nächsten Sommer wieder zählen kann.

All das strahlt natürlich auch weit in die Wintersaison hinein, für die es – wie Gerlinde Haidbauer vom UAB-Landesverband sagt – eine „extrem gute Nachfrage“ gibt. Die Chance, zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel ein freies Bett auf einer steirischen Alm zu bekommen, ist nur mehr sehr gering. Zusätzlich spürt man, dass – nicht zuletzt durch die wieder gestiegenen Liftpreise – das Interesse an „alternativen Wintererlebnissen“ enorm gestiegen ist. Dazu zählt man Schneewandern, Rodeln, Schneemannbauen und vieles mehr, das einen hohen Spaßfaktor mit Preisen kombiniert, die absolut erschwinglich sind. Speziell Familien tendieren, so Haidbauer, immer mehr zu dieser Art der „sanften Winterfreude“. Was sich natürlich auch in den Buchungen niederschlägt.

All das zeigt sehr positive wirtschaftliche Wirkung: Im langjährigen Schnitt werden von den Mitgliedsbetrieben mit dem Angebot Urlaub am Bauernhof stattliche 36 Prozent des Hofeinkommens gesichert. In diesem Sinne sieht auch UAB-Landesobmann Hans Schwaiger Urlaub am Bauernhof als „optimale Erwerbskombination“.

 

Foto: Hans Huber

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