Sensationelles Abschneiden

Bei der 63. Weltmeisterschaft im Pflügen konnte sich Österreich zum wiederholten Mal als Top-Pflügernation präsentieren. Die 57 weltbesten Pflüger aus 29 Nationen stellten bei der WM ihr Können unter Beweis.

Mit dem Steirer und Jungbauern-Vorstandsmitglied Josef Kowald und dem Burgenländer Philip Bauer  hat Österreich in England mit den Rängen sechs und sieben gleich zwei Spitzenplätze erreicht. Zudem wurden sie als „Beste Newcomer“ ausgezeichnet. Der diesjährige Sieg ging sowohl im Beet- als auch im Drehpflug an Schottland.

Bauer und Kowald für Österreich am Start

Die 57 weltbesten Pflüger aus 29 Staaten trafen vergangenes Wochenende in Crockey Hill, York (England), aufeinander. Für Österreich gingen zwei Burschen an den Start: Der 29-jährige Josef Kowald in der Kategorie Drehpflug und der 23-jährige Philip Bauer in der Kategorie Beetpflug. Beide konnten sich im August 2015 beim Bundesentscheid Pflügen der Landjugend Österreich für diese WM qualifizieren.

Zwei Tage vollste Konzentration

Die Gesamtwertung setzt sich aus den Ergebnissen von zwei Durchgängen zusammen (Stoppelfeld und Grasland). Am ersten Wettkampftag konnten sich Kowald auf Platz sieben und Bauer auf Rang neun positionieren. Bauer startete jedoch am zweiten Tag des Bewerbs eine beeindruckende Aufholjagd und sicherte sich im zweiten Durchgang auf Grasland den vierten Platz. Kowald erreicht hier Rang fünf. In der Gesamtwertung ergeben diese österreichischen Top-Leistungen Platz sechs für Philip Bauer (Beetpflug) und Platz sieben für Josef Kowald (Drehpflug). „Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse waren herausfordernd, mit den Ergebnissen dürfen wir zufrieden sein. Besonders freuen wir uns über die Auszeichnung als ‚Beste Newcomer‘ der Pflügerweltmeisterschaft“, so die beiden österreichischen Teilnehmer.

Sponsoren unterstützen die Pflüger-Elite

Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren Mitas, Steyr Traktoren, Genol und der Österreichischen Hagelversicherung, die es unserem rot-weiß-roten Pflüger-Team ermöglicht haben, sich optimal auf die Weltmeisterschaft vorzubereiten.

Das Erfolgsrezept der Pflüger

Die Faszination des Bewerbs liegt im Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik. Schon seit Jahrhunderten wird im Ackerbau der Pflug eingesetzt, um den Boden aufzulockern und das Saatgut an der Luft freizulegen. „Heute passiert diese Tätigkeit mit einer hoch entwickelten Maschinerie, trotz Technik kommt es aber nach wie vor auf den Menschen und seine Perfektion in der Pflugtechnik an: Tiefe der Furchen, gleichmäßige Abstände und die mechanische Abstimmung bestimmen den Erfolg – nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch in der Wettbewerbssituation“, so Trainer Hermann Altmann.

Eigens eingerichtete Pflügerpage: www.pfluegen.at

Um Pflüger-Fans in ganz Österreich auf dem Laufenden zu halten, wurde eigens eine Website eingerichtet, die nun auch nach der Weltmeisterschaft umfassend über die Bewerbe in Österreich informiert.

Die Pflügernation Österreich

Das Pflügen scheint den Österreichern jedenfalls im Blut zu liegen: 1972 konnte Österreich erstmals den Gesamtweltmeister stellen. Im Laufe der Jahre folgten 15 weitere Siege in der Gesamtwertung und zahlreiche weitere Weltmeistertitel auf Stoppel- und Grünland.

Die Landjugend Österreich ist mit rund 90.000 Mitgliedern die größte Jugendorganisation des ländlichen Raums. Der Fokus der Landjugend liegt in der Weiterbildung ihrer Mitglieder und in der aktiven Gestaltung des ländlichen Raums. Sie betreut unter anderem den anerkannten auf ZAQ-zertifizierten Lehrgang, eine Ausbildung im jugend- und freizeitpädagogischen Bereich und bietet als einzige Stelle in Österreich landwirtschaftliche Fachpraktika im Ausland an. 2016 widmet sich die Landjugend im Speziellen den Themenschwerpunkten „Vielfalt Familie“ und „Bäuerliches Unternehmertum“.

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