Schlechte Prognose für Marillenernte

Erste Schätzungen der heimischen Obstproduktion 2015 gehen von einer zufriedenstellenden Stein- und Beerenobsternte aus. Die Marillenernte dürfte etwas geringer ausfallen, während bei Kirschen sehr hohe Erträge erwartet werden.

 

Dem milden Winter folgte ein anfangs eher trockenes Frühjahr, später führten vielfach zu kalte Temperaturen zu einer Verzögerung des Wachstums. Gleichzeitig waren hohe Niederschlagsmengen vor allem in der Westhälfte des Landes ein Thema, während die weniger intensiven Regenmengen in der Osthälfte der Landwirtschaft sehr entgegenkamen um nach der Trockenphase die nötige Feuchtigkeit zu spenden. Die Frühjahrsblüte verlief insgesamt recht üppig, teilweise wurde aber von schwachem Bienenflug oder schlechtem Blühwetter berichtet, was regional zu geringerem Fruchtansatz führte. Bundesweit wird jedoch überwiegend mit überdurchschnittlichen Erträgen gerechnet.

Pfirsichernte aufgrund kleinerer Fläche geringer als 2014

In den Erwerbsobstanlagen dürfte die Marillenernte aus derzeitiger Sicht 6.600 t betragen und somit bei einem durchschnittlichen Hektarertrag etwas geringer als im Vorjahr ausfallen (-4%). Bei Pfirsichen wird sich die Produktion bei reduzierter Kulturfläche voraussichtlich auf 1.800 t belaufen und damit trotz ausgezeichneter Ertragserwartungen deutlich unter dem Vorjahr liegen (-9%). Bei Zwetschken rechnet man bei leicht unterdurchschnittlichem Ertragsniveau mit einer Menge von 3.000 t (-1% zu 2014). Bei den Kirschen wird derzeit eine Ernte von 2.200 t erwartet (+8%), was einem sehr hohen Ertrag entsprechen würde.

Weichseln dürften 140 t an frischen Früchten erbringen (+12%).

Eine leicht überdurchschnittliche Produktionsmenge ist bei Ananas-Erdbeeren zu erwarten, wo 14.600 t geerntet werden könnten (+1%). Bei Himbeeren wird sogar von einer sehr guten Ertragslage ausgegangen – die Menge könnte sich auf 1.300 t (+36%) belaufen.

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