Saubere Tunnels für mehr Sicherheit

Raus mit dem Schmutz – rein mit noch mehr Verkehrssicherheit. Die Frühjahrswäsche für 153 Tunnelanlagen auf dem ASFINAG-Netz steht an – auf 360 Tunnelkilometern beseitigt die ASFINAG Schmutz und Staub aus den Wintermonaten. „Sauberkeit ist gleich mehr Sicherheit. Mehr Helligkeit im Tunnel nach der Wäsche und bessere Sichtbarkeit der Sicherheitseinrichtungen erhöhen das Sicherheitsgefühl für Autofahrer. Tunnelwäsche heißt aber auch Schwerstarbeit in den Nachtstunden für unsere Mitarbeiter“, weiß ASFINAG-Geschäftsführer Josef Fiala. Bis zu 70 Personen stehen teilweise gleichzeitig bei einer Tunnelwäsche im Einsatz – bei Bedarf führen sie parallel wichtige Wartungsarbeiten durch. Ein Knochenjob unter schwierigen Bedingungen: niedrige Temperaturen, Feuchtigkeit und teilweise sogar händische Reinigung von Verkehrszeichen oder Leiteinrichtungen verlangen von Mitarbeitern Durchhaltevermögen im Einsatz für mehr Sicherheit auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen.

Was im Haushalt manchmal lästig, aber einfach zu bewerkstelligen ist, bedeutet auf der Straße ausgeklügelte Planung und harte Arbeit: Der Frühjahrsputz in den Tunnels muss perfekt vorbereitet sein: frühzeitige Einteilung von Personal, Koordination der nächtlichen Tunnelsperren und vor allem ausreichend Sicherheit für die Mitarbeiter im Tunnel. „Dieser Knochenjob hat ein Ziel: mehr Sicherheit im Tunnel durch bessere Sichtbarkeit und hellere Anlagen. Gereinigte Verkehrszeichen und saubere Tunnelwände heißen: mehr Sicherheit bei der Fahrt durch den Tunnel – deswegen sind die Waschtage unverzichtbar“, erklärt Fiala.

Wie funktioniert eine Tunnelwäsche?

Hinter der Tunnelwäsche steckt ein smarter Arbeitsablauf: ein Waschzug aus fünf Lkw reinigt Tunnelwand, Decke und Fahrbahn. Der Schmutz wird dabei mit High-Tech entfernt: Hochdruckdüsen, rotierende Bürsten und vollständig biologisch abbaubare Reinigungsmittel kommen zum Einsatz. Trotz technischer Hilfsmittel ist die Tunnelwäsche vor allem auch Handarbeit. Mitarbeiter reinigen per Handwäsche Videoeinrichtungen oder Verkehrszeichen, müssen diese teilweise auch abmontieren – und das bei hoher Feuchtigkeit und niedrigen Temperaturen. Dazu kommen noch Reinigungen der im Tunnel verlaufenden Schächte: mit Stapler müssen Abdeckungen abgehoben werden – Mitarbeiter spülen den Kanal mit Spezialgeräten aus und schließen den Schacht wieder.

Der Waschtrupp schläft nicht – weniger Verkehrsbehinderungen durch Nachteinsätze

Die Sicherheit hat sowohl für den Verkehr, aber auch für die ASFINAG-Mitarbeiter höchste Priorität. Deswegen müssen Tunnelröhren während der Wäsche für den Verkehr meist gesperrt werden. „Der Verkehr soll möglichst wenig behindert werden – darum nützen wir die Nachtstunden aufgrund des geringeren Verkehrsaufkommens. Darauf achten wir schon bei der Erstellung der Tunnelwaschpläne. Zusätzlich führen wir parallel zur Reinigung notwendige Wartungen durch, um die Zeit effektiv zu nützen“, erklärt Fiala.

Saubere Tunnels nur mit sauberer Umwelt

Bei der Reinigung fällt naturgemäß viel Schmutz an – die ASFINAG bekennt sich zu ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt: nur biologisch abbaubare Reinigungsmittel werden eingesetzt – die Abwässer werden ordnungsgemäß gereinigt. Waschwasser-Aufbereitungsanlagen sorgen durch Reinigung der Abwässer sogar für Trinkwasser-Qualität: Gewässerschutzanlagen reinigen die Abwässer von Reifenabrieb, Öl, Diesel und anderen Substanzen – die Aufbereitungsanlage lässt die so vorgereinigten Wässer durch vier Filtersysteme laufen. Das Ergebnis: das schlussendlich abgeleitete Wasser hat Trinkwasserqualität.

In der Steiermark ist ab kommender Woche im Plabutschtunnel „Osterputz“ angesagt:

  • Montag, 07. April, und Dienstag, 08. April 2014

Sperre in Fahrtrichtung Voralpenkreuz (Oströhre)

jeweils von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr

  • Mittwoch, 09. April, und Donnerstag, 10. April 2014

Sperre in Fahrtrichtung Spielfeld (Weströhre)

jeweils von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr

 

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