Puten-Lösung muss endlich her!

Mit Sorge verfolgen die heimischen Geflügelbauern die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Geflügelmast. Obwohl sich Geflügelfleisch einer steigenden Konsumentennachfrage in Österreich erfreut, sinkt der Grad der Eigenversorgung seit Jahren beträchtlich.

„Gerade zu Weihnachten landen wieder viele heimische Produkte auf den Tellern beim familiären Weihnachtsessen. Oftmals wird das aber Geflügelfleisch aus dem Ausland sein“, gibt der Bundesobmann der Österreichischen Jungbauernschaft – Bauernbund Jugend Stefan Kast zu bedenken.

Wirtschaftliche Konsequenzen und Wettbewerbsfähigkeit

Stefan Kast hält fest: Die österreichischen Geflügelproduzenten geraten wirtschaftlich immer mehr unter Druck, da in anderen europäischen Ländern kleinere Stallflächen für die Geflügelfleischproduktion ausreichen. „Bei Hühnern haben wir eine österreichische Eigenversorgung von 83%, bei Puten von 45% (Stand 2013 – Tendenz weiter fallend). Verlieren unsere Betriebe weiter an Wettbewerbsfähigkeit, dann wird in Zukunft noch mehr Fleisch und Tierleid importiert. Wollen wir das wirklich?“

Appell an Bundesministerin Oberhauser: Rasch Lösung umsetzen!

Als Chef von 45.000 jungen Bäuerinnen und Bauern fordert Kast Bundesministerin Sabine Oberhauser zum sofortigen Handeln auf: „Tierschutz ist den österreichischen Geflügelmästern ein ehrliches Anliegen, jedoch braucht es auch wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen: Ministerin Oberhauser soll den bereits am Tisch liegenden Vorschlag zur Änderung der Tierhaltungsverordnung umsetzen“, so der Appell des Jungbauernobmanns. Dieser sieht die weltweit strengsten Tierhaltungsstandards vor, ermöglicht aber trotzdem wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für unsere Bäuerinnen und Bauern. „Frau Bundesminister Oberhauser hat die Wahl: Will Sie eine heimische, kontrollierte Tierhaltung oder eine unsichere, nicht kontrollierte Fleischherkunft aus dem Ausland“, so Kast abschließend.

 

Infos unter: www.jungbauern.at

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