Neues Führungteam für Raumberg

Hausleitner neuer Schuldirektor, Breitenbaumer und Gasteiner sind Stellvertreter

Das Lehr- und Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein (LFZ), eines der wichtigsten Bildungszentren für den ländlichen Raum, hat einen neuen Direktor. Anton Hausleitner wurde mit 1. Mai zum Schulleiter bestellt. Er war zuvor Leiter für Forschung und Innovation und stellvertretender Direktor von Raumberg-Gumpenstein. Seine Stellvertreter sind Othmar Breitenbaumer (Bereich Schule) und Johann Gasteiner (Bereich Forschung). Die Bestellungsdekrete wurden diese Woche von Bundesminister Andrä Rupprechter überreicht.

„Das neue Führungsteam rund um Direktor Hausleitner garantiert, dass der erfolgreiche Weg des LFZ Raumberg-Gumpenstein auf professioneller Weise fortgesetzt wird. Es freut mich besonders, dass alle drei selbst die Schule Raumberg-Gumpenstein besucht haben“, so Andrä Rupprechter. Mit Direktor Hausleitner übernimmt ein routinierter Profi die Leitungsfunktion, der den Schul- und Forschungsstandort seit Jahren kennt. Ihm zur Seite steht mit Othmar Breitenbaumer, ein Stellvertreter für den Bereich Schule, der selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb betreibt und somit die Praxis aus eigener Erfahrung kennt. Johann Gasteiner, als Stellvertreter für den Bereich Forschung, ist ein anerkannter Fachmann für diesen zukunftsorientierten Bereich. Raumberg-Gumpenstein ist als größte Dienststelle des Lebensministeriums in der landwirtschaftlichen Forschung die treibende Kraft für nachhaltiges Wirtschaften im Agrar-, Ernährungs- und Umweltbereich. Mehr als 430 Schülerinnen und Schüler werden hier unterrichtet. Sie bearbeiten zukunftsweisende, innovative und für die Praxis relevante Forschungsprojekte, vorwiegend in Kooperation mit nationalen und internationalen Organisationen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Forschungsergebnisse rasch an Zielgruppen wie Wissenschaft, Politik, Beratung, Lehrerschaft, Firmen und vor allem Landwirte weitergegeben werden, damit das Feedback wieder in neue Forschungsprojekte einfließen kann.

Forschungsschwerpunkte von Raumberg-Gumpenstein sind Nutztierforschung, Tierhaltung und Tiergesundheit, Pflanzenbau und Kulturlandschaft sowie Biolandwirtschaft und Biodiversität der Nutztiere. Insgesamt werden von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein derzeit rund 200 Hektar, davon 35 Hektar Versuchsparzellen für Forschungsprojekte, bearbeitet. Daneben wird für den praktischen Unterricht ein Lehrforst mit rund 170 Hektar bewirtschaftet. Im gesamten Forschungsbetrieb sind knapp 250 Personen beschäftigt, mehr als 50 davon Akademiker und Techniker. Die Institute für Nutztierforschung, Pflanzenbau und Kulturlandschaft, Artgemäße Tierhaltung und -gesundheit sowie Biologische Landwirtschaft und Biodiversität der Nutztiere sind in insgesamt 14 wissenschaftliche Abteilungen gegliedert. Zur Durchführung der viehwirtschaftlichen Versuche umfasst der Tierbestand durchschnittlich 250 Rinder, 330 Schafe und Ziegen und 250 Schweine.

Raumberg-Gumpenstein bietet als Schulstandort ein innovatives Bildungsprogramm. Neben fundierter Allgemeinbildung wird eine praxisorientierte Berufsausbildung geboten, die dem wissenschaftlichen sowie technischen Fortschritt gerecht wird. An der Schule in Raumberg-Gumpenstein sind Lehre und Forschung zu einem Kompetenzzentrum zusammengefasst – Praxis, Lehre und Forschung sind damit eng verbunden. Die Schülerinnen und Schüler profitieren so bereits während ihrer Schullaufbahn von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit wird eine Zusammenarbeit mit der jeweiligen Forschungsanstalt oder auch anderen Partnerfirmen ermöglicht.

Mit ihren spezifischen Ausrichtungen leisten die Schulen des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich einen wichtigen Beitrag für den Erhalt und die Sicherung unseres Lebensraumes.

 

Foto: BMLFUW

 

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