Neuer Kammerobmann für Leibnitz

Seit 1990 stand der Landwirt Josef Kowald aus Allerheiligen bei Wildon der Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft Leibnitz als ihr Obmann vor.  Ihm folgt nun sein bisheriger Stellvertreter, der Landwirt Gerald Holler aus Stocking.

Rücktritt und Neuwahl erfolgten auf der erweiterten Kammervollversammlung in der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Neudorf. Von den 12 anwesenden Kammerräten – bei denen die ÖVP über eine satte Mehrheit verfügt – erhielt Holler 11 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Sein Stellvertreter Rudolf Stiendl, Landwirt und Bürgermeister in St. Andrä-Höch, wurde einstimmig gewählt. Als neuer Kammerrat – das Mandat des scheidenden Obmannes Kowald – ging an den Landwirt Alois Matzer aus Kleinfelgitsch bei Heiligenkreuz a. W.

In seinem Rückblick schilderte Kowald sein umfangreiches Bemühen um die Bauernschaft, denn: „Dieser Einsatz ist notwendig, dass sich die Bauern weiter entwickeln können.“ Besonders freue es ihn, dass die Grundwasserproblematik entschärft sei und „die Wasserqualität stimmt“.

Von „bäuerlich geprägter Hofübergabe“ sprach Kammerpräsident Franz Titschenbacher, und er freute sich, dass Kowald als Landeskammerrat der Bauernvertretung noch weiter erhalten bleibe. Er betonte Kowalds stete Verbundenheit zur bäuerlichen Jugend. Und: Er war Wegweiser wie auch Brückenbauer.

Kowald habe den Bezirk geprägt, sagte LAbg. Ingrid Gady, als „einer mit Ecken und Kanten, aber auch mit Rückgrat“.

Für den Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe wolle sich der neue Bezirksobmann Holler (40) – er ist verheiratet und hat zwei Kinder – der in Stocking einen Schweinezucht- und –mastbetrieb führt, besonders einsetzen. „Es tut mir weh, wenn es an Bauern immer weniger werden“, und fordert entsprechende Rahmenbedingungen wie auch eine Diskussion darüber, wie man in der Landwirtschaft verbleiben könne. Und unterstrich die Vielfalt der bäuerlichen Produktion im Bezirk Leibnitz, deren Wert man immer wieder der Gesellschaft vermitteln müsse.

Aufhorchen ließ Kammersekretär Josef Fötsch mit seinem Aufruf, Förderungsansuchen bis 2015 einzubringen, ansonsten würden dann bis 2020 keine Fördermittel ausgeschüttet werden.

 

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Josef Kowald kann sich nun endlich “ausruhen”. Fotos: Barbic

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