Natürlicher Brennstoff Holz unschlagbar

Trotz deutlich gesunkener Ölpreise bleiben klimaschädigende, fossile Brennstoffe abgeschlagen – mit Heizöl und Gas ist die Brennstoffrechnung doppelt so teuer.

Klimafreundliches Holz trotz deutlich gesunkener Ölpreise günstigster Brennstoff. Pünktlich zu Beginn der Heizsaison legt die Landwirtschaftskammer ihren Brennstoffkostenvergleich auf den Tisch. Das Ergebnis ist mehr als eindeutig: Der natürliche, klimafreundliche Brennstoff Holz geht als Dreifach-Sieger hervor. Gleich alle drei Stockerlplätze nehmen der Reihenfolge nach Hackschnitzel, Brennholz und Pellets ein. „Für ein Einfamilienhaus mit einer Heizlast von 15 Kilowatt (kW) betragen die Heizkosten 949 Euro für Hackgut, 1.232 Euro für Brennholz und 1.291 Euro, wenn mit Pellets geheizt wird“, rechnet Studienautor und Energieexperte Christian Metschina vor.

Öl und Gas doppelt so teuer. Trotz erheblicher Preissenkungen bei den fossilen, klimaschädigenden Brennstoffen sind Öl und Gas nach wie vor weit abgeschlagen. Metschina: „1.880 Euro kostet es derzeit, ein Einfamilienhaus mit Erdgas zu beheizen, 1.784 Euro machen die Heizkosten bei Heizöl aus. Damit sind die Brennstoffkosten der Fossilbrennstoffe doppelt so teuer wie jene des natürlichen Brennstoffes Holz.“

Wärmepumpe neu im Ranking. Neu ins Ranking aufgenommen wurde die Wärmepumpe. Mit 1.336 Euro liegt sie kostenmäßig im Mittelfeld. Jedoch: Diese Technologie erzielt nur einen optimalen Wirkungsgrad für die Erhitzung der Vorlauftemperatur von bis zu 35 Grad Celsius. Deswegen werden Wärmepumpen vorzugsweise für Fußboden- oder Wandheizungen verwendet. Für Heizkörper und für die Aufbereitung von Warmwasser benötigen sie jedoch Vorlauftemperaturen von über 50 Grad Celsius, die nur mit einer hohen Stromzufuhr erreicht werden kann.

Höhere Anschaffungskosten amortisieren sich nach acht bis neun Jahren. Berücksichtigt man die höheren Anschaffungskosten von modernen Holzheizungen (z. B. Pelletsheizung), so amortisiert sich die Investition nach spätestens acht bis neun Jahren. Zudem hat die Branche dieser Tage angekündigt, in naher Zukunft günstigere Biomassekessel auf den Markt bringen zu wollen.

Preisfalle Holz-Sonderangebote. Auf heftige Kritik der Landwirtschaftskammer stoßen die Holz-Sonderangebote mancher Baumärkte, die sich bei genauem Nachrechnen als Lockangebote und wahre Kostenfallen entpuppen. Verkauft wird meist „frisches“ Holz, das einen wesentlich schlechteren Brennwert hat, als Brennholz der vorgeschriebenen Ö-Norm. Und meist entspricht der angegebene Preis nicht dem üblichen Standardmaß von einem Kubikmeter, sondern bezieht sich auf niedrigere Maßeinheiten. Metschina: „Hier wird die Unwissenheit der Verbraucher ausgenützt. Bei genauer Betrachtung dieser Lockangebote wird sehr schnell ersichtlich, dass weder Qualität, Herkunft noch Preis transparent nachvollziehbar sind.“ Und weiter: „Biomassebrennstoffe werden in der Regel lokal produziert und generieren somit Wertschöpfung in den Regionen.“

Ranking                                     Brennstoffe                                 Brennstoffkosten pro Jahr         
1. Platz Hackschnitzel 949 Euro
2. Platz Brennholz 1.232 Euro
3. Platz Pellets 1.291 Euro
4. Platz Wärmepumpe 1.336 Euro
5. Platz Heizöl 1.784 Euro
6. Platz Erdgas 1.880 Euro

 

Land- und Forstwirte der Steiermark. Die gestiegene Nachfrage an regionalen Qualitätsbrennstoffen zeigt, dass sich die Land- und Forstwirte der Steiermark, als verlässliche Partner am Wärmemarkt endgültig etabliert haben. Zudem liefern in der Steiermark acht regionale Biomassehöfe ganzjährig Qualitätsbrennholz und Hackgut, welches entsprechend der aktuellen normativen Vorgaben (ÖNORM EN 17225) produziert und gelagert wird.

 

Foto: Gerhard Seybert

Infos: LK Steiermark

 

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