„Mehrbelastung abgelten!“

Simone Schmiedtbauer, BB-Spitzenkandidatin in Graz und Graz Umgebung, kämpft für die Anerkennung der Leistungen der Bäuerinnen.

Mit großer Leidenschaft verfolgt die Hitzendorfer Bürgermeisterin und Direktvermarkterin Simone Schmiedtbauer ihr wichtigstes Anliegen. Und das ist die Leistung der Bäuerin. „Die Stellung der Bäuerin in der Gesellschaft und Verbesserungen im Sozial- und Pensionssystem sind mir ein besonderes Anliegen“, betont die Spitzenkandidatin des Steirischen Bauernbundes für den Wahlkreis Graz und Graz-Umgebung.


Die Kinderbetreuung im ländlichen Raum ist für Schmiedtbauer ein wichtiges Anliegen.
Foto: stock.adobe.com/highwaystarz

Dabei ist ihr die Honorierung der Pflege von älteren, betreuungsbedürftigen, am Hof lebenden Leuten ganz wichtig. Die Spitzenkandidatin dazu: „Das ist in vielen Fällen selbstverständlich, dass sich die Bäuerin auch um diese Generation kümmert. Nicht nur, dass im oft harten Arbeitsalltag familiäre Wertschätzung dafür fehlt, es geht auch darum, dass sich diese hochintensive Mehrbelastung in späteren Pensionszeitanrechnungen und –ansprüchen widerspiegeln müsste.“ Diese Themen gerecht anzugehen, ganz ohne auferzwungene Quoten und dem Auseinanderdividieren von Männern und Frauen ist eines ihrer großen politischen Anliegen.

Sie möchte erreichen, dass die Vielfalt an Aufgaben, welche die Frauen auf den Betrieben übernehmen, auch in einer gewissen Wertschätzung und Unterstützung ihren Niederschlag finden. Neben der Betriebsführung, wo unter anderem die überbordende Bürokratie viel Energie raubt, ist die Bäuerin nach wie vor hauptsächlich für die Erziehung der Kinder, Organisation des familiären Zusammenlebens sowie die Betreuung und Unterstützung von älteren, pflegebedürftigen Familienmitgliedern zuständig. Hier spürt man den Einsatz von Schmiedtbauer besonders: „Es wird immer seltener, dass drei oder mehr Generationen auf einem Betrieb zusammenleben. Früher haben die Kinder bei den Groß- und Urgroßeltern immer jemanden gehabt, der sie beaufsichtigt. Heutzutage müssen auch Bauernfamilien dann auf Kinderbetreuungsmöglichkeiten zurückgreifen können, wenn die Eltern solche brauchen.“ Deshalb fordert Schmiedtbauer ganz deutlich eine massive Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes gerade in den so bäuerlich dominierten ländlichen Regionen.

Die Bürgermeisterin weiter: „Die Kinderbetreuung im ländlichen Raum muss konkrete Antworten auf die unterschiedlichen Betreuungsbedürfnisse bieten. Neben dem Ausbau des Angebotes für Kinder im Kindergartenalter, müssen auch der Ausbau der Kleinkindbetreuung und Betreuung nach dem Schulunterricht am Programm stehen.“

Zur Person

Simone Schmiedtbauer wurde 1974 geboren und bewirtschaftet zusammen mit ihrem Mann Andreas einen Ackerbau- und Schweinemastbetrieb mit angeschlossener Direktvermarktung in Hitzendorf. Die von der Familie erzeugten Produkte werden jeden Samstag am Bauernmarkt am Grazer Lendplatz angeboten. Die zwei Töchter, die 19-jährige Kathrin und die 16-jährige Sophie sind voll am Hof eingebunden. Die landwirtschaftliche Quereinsteigerin – ursprünglich war Simone Schmiedtbauer Bankangestellte – ist seit 1. Juni 2016 Bürgermeisterin von Hitzendorf. Die engagierte Bäuerin ist Bezirksobfrau des Bauernbundes Graz Umgebung und Landeskammerrätin für den Steirischen Bauernbund.

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