Viele Maschinen für Bosnien

Gesucht waren Arbeitsgeräte für Bauern, die ihre Existenz verloren haben. Schüler restaurierten im Unterricht.

Es sind Bilder des Grauens, die sich nach einem verheerenden Murenabgang im Südosten Bosniens abzeichnen: Verwüstete Wirtschafts- und Wohngebäude, zerstörte Maschinen und Geräte, Kühe und Kälber, die lebendig unter einer tonnenschweren Gerölllawine begraben wurden. Zahlreiche bäuerliche Existenzen wurden ausgelöscht. Einer, der sich dem Schicksal der bosnischen Bauern angenommen hat, ist Heiner Herzog, ehemaliger stellvertretender Direktor der Landwirtschaftskammer.

Herzog

Herzog sucht Pflüge, Eggen, Mühlen und einen alten 50 PS-Traktor.

Mit dem Projekt „Bauern für Bosnien“ möchte Herzog nun heimische Bauern dazu aufrufen, gebrauchte land- und forstwirtschaftliche Maschinen, Geräte und Werkzeuge zu spenden. Für das Projekt hatte er auch die Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule Hatzendorf ins Boot geholt, deren Direktor Franz Patz damit vor allem Vorteile in der Ausbildung sieht: „Für die Schüler war das eine Gelegenheit, Theorie und Praxis zu verbinden, sie lernten viel über die Maschinen und dass eine moderne Landwirtschaft nicht überall selbstverständlich ist.“ Alle gespendeten Gerätschaften wurden im Praxis-Unterricht repariert und restauriert, um in weiterer Folge nun per LKW in das Krisengebiet überstellt zu werden.

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