Leistungen gut vermarkten!

Sepp Wumbauer, Landesobmann des Maschinenringes Steiermark, über eine Erfolgsgeschichte und Herausforderungen der Zukunft.

 

In den 1960er Jahren wurde der Maschinenring als Verein zur bäuerlichen Selbsthilfe gegründet. Mittlerweile hat er sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor und zu einem der führenden Dienstleistungsunternehmen in allen ländlichen Regionen der Steiermark und Österreichs entwickelt. „Damit trägt der Maschinenring zur Sicherung unserer kleinen Strukturen in den Regionen und zur Stärkung des ländlichen Raumes als Wirtschaftsstandort und als wichtiger Arbeitgeber bei“, sieht Sepp Wumbauer, Landesobmann des Maschinenringes Steiermark, den Maschinenring als stabilisierenden Faktor im ländlichen Raum. Das Tätigkeitsfeld der Maschinenringe umfasst neben den agrarischen Dienstleistungen, die Bereiche Service und Personal. Diese Vielfalt an Dienstleistungen wird zunehmend von Kommunen, Klein- und Mittelbetrieben im ländlichen Raum sowie österreichweit agierenden Handels- und In-frastrukturunternehmen erfolgreich genutzt.

Preisvorteile

„Die Ursprungsidee des Maschinenringes vor mehr als 50 Jahren bestand darin, dass sich unternehmerisch denkende Landwirte gegenseitig unterstützen, gemeinsam Preisvorteile zu erzielen und Kosten zu senken, indem unter anderem teure Maschinen gemeinsam genutzt werden. Diese Vision hat heute mehr Gültigkeit denn je“, analysiert Josef Wumbauer die Entwicklung des Maschinenringes und ist stolz auf die soziale Betriebshilfe, die in Kooperation mit der Sozialversicherung der Bauern umgesetzt werden konnte. Zusätzlich zum agrarischen Bereich eröffnet der Maschinenring seinen Mitgliedern vielfältige Zuerwerbsmöglichkeiten. Über die Sparten Service und Personalleasing sind Landwirte oder Menschen mit landwirtschaftlichem Hintergrund im Winterdienst für Gemeinden im Einsatz, bringen ihre Fachkompetenz in Tischlerei- oder anderen Handwerksbetrieben ein oder nutzen eine andere der zahlreichen Erwerbsmöglichkeiten über den Maschinenring.

Nebenerwerb

„Der Maschinenring stellt vielfach die Überlebensbasis für jene steirischen Bäuerinnen und Bauern, die ihren Hof im Nebenerwerb führen müssen, viel zur Landschafts- und Kulturpflege des Landes beitragen und am Hof ein ausreichendes Einkommen vorfinden. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Steiermark wird heute von Maschinenring-Mitgliedsbetrieben bewirtschaftet und wir haben noch deutlich Luft nach oben“, sieht Wumbauer für viele Bauern eine Existenzgrundlage in der Mitwirkung im Maschinenring.

Stabil

Trotz der sinkenden Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Steiermark und in Österreich ist die Zahl der Mitglieder stabil. „Die Kunden und Auftraggeber im Bereich Service und Personal können über den Maschinenring auf qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte und Zeitarbeiter zurückgreifen, die direkt aus der Region stammen“, sieht Wumbauer in der Qualifikation einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil.

Einstimmig bestätigt

Sepp Wumbauer geht auch gestärkt durch ein einstimmiges Votum als Spitzenkandidat des Bezirkes Weiz in die kommende Kammerwahl. Die Vielfalt des Bezirkes, vom Almenland über das Apfelparadies bis zu den fruchtbaren Weiten des Raabtales mit intensiven Spezialkulturen, ist gleichzeitig auch die größte Herausforderung. „Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen. Die Einheit in der Vielfalt ist die Grundausrichtung für agrarpolitischen Erfolg“, versteht es der Kammerobmann gut, die unterschiedlichen Interessen unter einen gemeinsamen Hut zu bringen.

Profitieren

Stolz ist Wumbauer auch auf das Kooperationsprojekt mit dem Wirtschaftsbund des Bezirkes, ein Produkt der großen Bauerndemonstration. „Wir müssen die regionale Wertschöpfung steigern, wechselseitig davon profitieren und unsere Leistungen auch gut vermarkten“, sieht Wumbauer Potential in der regionalen Zusammenarbeit.

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