Landwirtschaft: Ackerflächen teils überflutet

Heftiger Starkregen von Graz bis Leibnitz. Sorgen um den Aufgang der gesäten Ackerflächen.

Betroffen Süden von Graz bis Leibnitz. Der Starkregen von vergangener Nacht und von gestern Abend hat auch die Landwirtschaft insbesondere im Süden von Graz bis Leibnitz unterschiedlich stark getroffen. Im Schnitt ist innerhalb weniger Stunden die doppelte Niederschlagsmenge des Monats April niedergegangen (bis zu 112 Liter pro Quadratmeter). Ein besonderer Starkregen-Hotspot war der Norden von Leibnitz (Raum Ragnitz) – dort fielen zwischen gestern 20 Uhr und heute 9 Uhr morgens 112 Liter Regen pro Quadratmeter.

Ackerflächen in Flussnähe überschwemmt. „Noch nie gab es im April einen derart heftigen Starkregen. Wir kennen diesen allerdings seit einigen Jahren in der warmen Jahreszeit. Dies ist ein weiteres Zeichen für den fortschreitenden Klimawandel“, unterstreicht Kammerdirektor Werner Brugner. Zahlreiche kleinere Bäche (Stiefing, Wurzingbach u.a.) sind infolge des enormen Starkregens zwischen Graz und Leibnitz über die Ufer getreten. In Flussnähe kam es folglich zu erheblichen Überschwemmungen, teils zu Abschwemmungen und Futterverschmutzungen aber auch vereinzelt zu Hangrutschungen (Raum Allerheiligen/Wildon).

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Betroffen sind vorrangig Maisflächen. Von den Überschwemmungen sind ersten Schätzungen der Landwirtschaftskammer zufolge mehrere 100 Hektar Ackerflächen im Raum Graz bis Leibnitz unterschiedlich stark betroffen. Teils wurde auf den überfluteten Flächen bereits Mais gesät, was möglicherweise einen Neuanbau erforderlich macht und zusätzlichen Aufwand und Zusatzkosten verursacht. Das aktuelle Schadensausmaß lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, zumal auf den überschwemmten Flächen noch immer Wasser steht. Ebenso wird sich auf den überfluteten Flächen der Anbau der wichtigen Ackerkulturen Mais, Soja und Hirse verzögern.

 

Foto: LK

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