Jungbauernschaft feierte 25-jähriges Bestehen

Obmann Kast: „Landwirtschaft muss sich auf Zukunftsthemen vorbereiten“

Die Österreichische Jungbauernschaft, mit 50.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung für junge Bäuerinnen und Bauern im Bundesgebiet, feierte im Wiener Szenelokal „Chaya Fuera“ ihr 25-Jahr-Jubiläum. Vor den 200 geladenen Gästen des Geburtstagsevents zog Stefan Kast, Bundesobmann seit 2012, Bilanz über eine 25-jährige Erfolgsgeschichte: „In die Themenentwicklung unserer Organisation sind, dank der Kraft und des Einsatzes unserer Funktionäre, in den vergangenen 25 Jahren starke Impulse und ungeheuer viel Engagement geflossen. Die Anliegen der jungen Landwirtschaft sind im politischen Kanon der Agrarpolitik inzwischen fix verankert. Jedes Jahr kommen neue Projekte wie zuletzt der ´Open Bauernhof´ dazu, die neben den altbewährten Veranstaltungen & Aktionen wie dem Erntedankfest und dem Jungbauernkalender abgewickelt werden.“

Kast: „Die Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts gestalten“

Der 34-jährige Burgenländer gab in seinem Statement eine klare Richtung für die Zukunft der Organisation vor: „Politik, Landwirtschaft und Gesellschaft haben sich deutlich verändert. Wer hätte vor 25 Jahren gedacht, dass wir heute mit dem Handy einen kleinen Hightech-Computer tagtäglich mit uns herumtragen, Traktoren mittels GPS gesteuert werden können oder via Social Media die ganze Welt miteinander vernetzt ist und die Bauernschaft sie via Webshop beliefern kann?“ Er umriss dabei die 5 wichtigsten Herausforderungen, auf die sich die Jungbauernschaft und die Landwirtschaft im Allgemeinen vorbereiten müssen: „1. Der bäuerliche Familienbetrieb muss in den Fokus unserer Arbeit gerückt werden. 2. Wir brauchen neue Angebote, um unsere Mitglieder in die Ausrichtung einzubinden. 3. Jede Bäuerin, jeder Bauer möchte einen gerechten Lohn für seine harte Arbeit erhalten, das müssen wir ermöglichen. 4. Intensive Aufklärungsarbeit bei den Konsumenten, denn viele aus der Bevölkerung kaufen mit dem gespitzten Bleistift ein, möchten aber mit Genuss essen. 5. Wir müssen uns gegen den bereits stattfindenden Klimawandel wappnen. Es braucht attraktive Rahmenbedingungen, die die Politik vorgeben muss und nicht die NGO´s vulgo ´Mausklickaktivisten´. Für ihn ist klar: „Wir in der Jungbauernschaft sind kein Musikverein, der fröhlich musiziert. Wir sind kein Schachverein, der taktische Spielchen spielt. Wir sind kein Sportverein, der einem Hobby nachgeht – Wir sind eine Organisation, die sich um die eigene Zukunft annimmt!“

Bundesobmann Kast sieht dies auch als Aufgabe für die nächsten Jahre: „Diese Verpflichtung haben wir von unseren Vorfahren aufgetragen bekommen. Nicht umsonst ist in der ersten Strophe der österreichischen Bundeshymne vom ´Land der Äcker´ die Rede. Einem Land, das es zu bewahren und weiterzuentwickeln gilt. Mit den Werten, die unsere Organisation ausmachen und die wir von unseren Mitgliedern und Partnern auch einfordern: Leistung, Mut, Enkerltauglichkeit, Innovation, Hausverstand, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, generationsübergreifendes Denken und Eigentum.“ Diese Werte wurden auch auf einer Unterschriftenwand von allen Gästen unterzeichnet.

Kurz: „Jungbauern leisten wichtigen Beitrag für die Entwicklung im ländlichen Raum“

Als Ehrengäste und Gratulanten konnten, stellvertretend für zahlreiche Vertreter aus den gesetzgebenden Körperschaften und der Agrarverwaltung sowie befreundeter Jugendorganisationen und Partnern, Bundesminister Sebastian Kurz, Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, Bauernbund-Präsident Jakob Auer, ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger, die Landesräte Hans Seitinger und Ludwig Schleritzko, Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Bauernbund-Direktor Johannes Abentung sowie LKÖ-Präsident Hermann Schultes begrüßt werden. In seinen Ausführungen betonte Außenminister Sebastian Kurz den positiven Imagefaktor der Jungbauernschaft: „Ich möchte den Jungbauern sehr herzlich zum 25 jährigen Bestehen gratulieren. Das Team rund um Bundesobmann Stefan Kast leistet einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung im ländlichen Raum. Danke für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Ich freue mich schon auf weitere gemeinsame Projekte.“

Eine Fotoauswahl mit Downloadmöglichkeit finden Sie unter: http://jungbauern.at/wir-sind-unterwegs

 

 

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentieren

*