Heiße Tipps vom Profi

Auf den heimischen Feldern hat Pflügen derzeit Hochsaison. NEUES LAND präsentiert ab dieser Woche die besten Ratschläge für Traktor und Pflug.

 

Die Traktoren laufen heiß. Landauf und landab werden jetzt zigtausende Hektar Ackerflächen von ihren Bauern bearbeitet. Das rechtzeitige und tiefgründige Pflügen der Felder ist auch wichtige Grundvoraussetzung für eine gute Ernte im darauffolgenden Jahr. Einer, der weiß, wie man pflügt, ist Josef Kowald. Der Landwirt aus Allerheiligen bei Wildon ist als siebenfacher Pflüger-Landessieger und erfolgreicher Bundespflüger für sein Können am Feld bekannt. „Für mich ist das Umbrechen des Bodens wie eine Wissenschaft, die sich aus feinster Präzision und der richtigen Technik aus der eigenen Hand zusammensetzt. Ich versuche spritsparend und gleichzeitig bodenschonend zu pflügen. Ob Luftdruck in den Reifen oder die optimale Pflughöhe, viele nehmen sich zu wenig Zeit für die erforderlichen Grundeinstellungen“, so der Profi.

Für NEUES LAND wird der 27-jährige Südsteirer ab sofort wöchentlich einen Online-Kurs für richtiges Pflügen geben. „Zugmaschinen und Pflüge werden von Jahr zu Jahr einfacher im Handling, dennoch: an einem modernen Wendepflug lässt sich sehr vieles leider auch falsch einstellen“, sagt Josef Kowald. Deshalb präsentiert der junge Schweinebauer nun sogar selbstgemachte Videos mit seinen Techniken: Von der richtigen Positionierung des Pflug-Sturzes bis zur hydraulischen Handhabung bei der Bodenbearbeitung.

Erlernt hat Kowald das Pflügen von Kind auf. Theoretisches Wissen aus der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Grottenhof-Hardt und dem Francisco Josephinum Wieselburg, hat der Jungbauer in harten Arbeits-und Trainingseinheiten auf seinen eigenen Feldern in die Praxis umgesetzt und von Mal zu Mal perfektioniert. „Natürlich pflügen routinierte Bauern sehr oft besser als deren Hofnachfolger. Erfahrung spielt am Feld eine wichtige Rolle“, so Kowald. Und oft passieren Fehler nur aus Unsicherheit oder aufgrund mangelnden Wissens. Kowalds Ratschläge für ein perfekt gepflügtes Feld gibt es ab sofort im Internet.

Kowald

Josef Kowald, ein Meisterpflüger.

 

Vorteile Grundbodenbearbeitung mit dem Pflug:

  • Saubere und hygienische Saatbeetvorbereitung
  • hinterlässt keine Ernterückstände
  • Unkrautdruck lässt sich besser reduzieren
  • Frostgare, vor allem bei schweren Böden ein großer Vorteil
  • Unkraut – , Krankheits- und Schädlingsbelastung wird reduziert

Wichtige Einstellungen:

  • Hubstreben müssen die gleiche länge haben
  • Unterlenker müssen frei gestellt werden damit sich der Pflug selbst führt
  • Möglichst niedriger Reifendruck: erhöht die Zugkraft und spart Treibstoff
  • Mit der Einstellung der Arbeitstiefe muss der Oberlenker mit eingestellt werden – Der Pflugrahmen muss parallel zur Bodenoberfläche stehen.
  • Einstellung des Sturzes: der Pflug sollte senkrecht in der Furche stehen.
  • Die Vorschäler müssen ausreichend tief eingestellt sein, damit die Ernterückstände zur Gänze eingearbeitet werden.
  • Das Scheibensech sollte eine Arbeitstiefe von 5 bis 10 cm haben, wichtig ist dass ein ausreichender Pendelweg gegeben ist.
  • Für eine saubere Furchenkante, muss das Scheibensech 1 bis 2 cm neben der Scharspitze laufen
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