Haidegg: Totalschaden in Versuchsstation

Schwerer Schock auch für die Versuchsstation für Obst- und Weinbau in Haidegg bei Graz : Ihre Kulturen wurden vom Frost zerstört.

Versuchsleiter Leonhard Steinbauer kann es gar nicht glauben, was da in den letzten Tagen passiert ist: „Nach ersten Eindrücken sind die heurigen Triebe bei Steinobst, Beerenobst sowie Birnen in unseren Versuchsanlagen zum Großteil abgefroren. Auch bei den Apfelanlagen sowie bei Wein gibt es gewaltige Schäden. Die Forschungsarbeit ist damit heuer massiv in Gefahr.“ Steinbauer fassungslos: „An ein derart schreckliches Frostereignis kann ich mich nicht zurückerinnern.“

Mit der Versuchsstation Haidegg hat die Frostkatastrophe ein Einrichtung getroffen, die für die Landwirtschaft in der Steiermark von zentraler Bedeutung ist: Dort ist man mit großem Engagement und mit weit über die Grenzen der Grünen Mark hinaus geschätzter Expertise um die Zukunft der Obstwirtschaft bemüht. In diesem Sinne werden auf einer Fläche von rund 3,5 Hektar rund um die Station auch über 160 Apfelsorten im Intensivobstbau bewirtschaftet.

Schulfoto

Versuchsstation Haidegg: Zentrale Bedeutung für die Zukunft der Obst-Wirtschaft. Foto: Versuchsstation für Obst- und Weinbau Haidegg

 

Herausforderungen

Dabei setzt man sich mit spannenden Themen und großen Herausforderungen auseinander: Unter anderem versucht man zu entdecken, welchen Einfluss die Farben von Hagelnetzen auf Ertrag, Ausfärbung, Zuckergehalt und Festigkeit bei den steirischen Apfel-Hauptsorten haben. Darüber hinaus bemüht man sich unter anderem, durch breit angelegte Versuche, den optimalen Erntezeitpunktes sowie die Lagerfähigkeit weiter zu entwickeln. Das alles ist durch dieses außergewöhnliche Wetterereignis in Mitleidenschaft gezogen worden. Das wahre Ausmaß dieser Frostkatastrophe sei allerdings, so Steinbauer, erst in einigen Tagen genauer erkennbar.

 

 

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