GAP-Reform: Grundsätzliche Beschlüsse gefasst

Das Bauernbundpräsidium hat am 13. März 2014 einen grundsätzlichen Rahmenbeschluss zur Umsetzung der neuen GAP-Periode in Österreich gefasst.

Die Detailabstimmungen zu den Maßnahmen erfolgen in der Landesagrarreferentenkonferenz am Donnerstag, 20. März. Die Umsetzung der 1. Säule (Marktordnung) erfolgt durch Änderungen des Marktordnungsgesetzes und ist im Nationalrat zu beschließen. Der Bereich der 2. Säule (Ländliche Entwicklung – AZ, ÖPUL, Invest) wird durch Programme, die von der Europäischen Kommission zu genehmigen sind, umgesetzt.

 

 Direktzahlungen 1. Säule (Marktordnung)
  • Umstellung von historischem Betriebsprämienmodell auf ein Flächenmodell
    • Basisprämie + Greening
  • Verpflichtende Greening-Maßnahmen
  • Keine gekoppelte Prämien
  • Reduktionsfaktor für Alm und Hutweiden
  • Übergangsregelung 5 x 20 % (von 2015 bis 2019)
  • Kleinerzeugerregelung
  • Attraktive Junglandwirteregelung

 

2. Säule (Ländliche Entwicklung)

Agrarumweltprogramm (ÖPUL):

 Vorgesehene Maßnahmen (Detailabstimmung erfolgt in LARK nächste Woche. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Kommission):

  •  Biologische Wirtschaftsweise (Bio) für Acker und Grünland
  •  Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung (UBB)
  •  Verzicht ertragssteigernde Betriebsmittel (auf gesamter LN)
  •  Anbau seltener Kulturpflanzen
  •  Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen
  •  Begrünung / Zwischenfrucht
  •  Begrünung / System Immergrün
  •  Mulch- und Direktsaat
  •  Bodennahe Gülleausbringung
  •  Erosionsschutz Dauerkulturen
  •  Pflanzenschutzmittelverzicht gesamte Obst/Wein/Hopfenfläche
  •  Silageverzicht
  •  Mahd von Steilflächen
  •  Mahd von Bergmähdern
  •  Alpung und Behirtung
  •  Vorbeugender Grundwasserschutz auf Ackerflächen
  •  Bewirtschaftung auswaschungsgefährdeter Ackerflächen
  •  Vorbeugender Oberflächengewässerschutz auf Ackerflächen
  •  Naturschutz
  •  Weideprämie

 Ausgleichszulage für benachteiligtes Gebiet (AZ):

  •  Treffsicherheit nach tatsächlicher Erschwernis
  •  BHK-Punkte für alle Betriebe (auch Zone 0, kleines Gebiet und Sonstige)
  •  Ausschlusskriterien werden festgelegt
  •  Degression von 30 bis 70 ha (jeweils 20 % Reduktion je 10 ha)
  •  Alm-AZ: gestaffelt nach Erschwernis
  • Unterscheidung tierhaltende – nicht tierhaltende Betriebe

Investitionsförderung und Niederlassungsprämie starten in Kürze

Foto: fotolia.com/Gina Sanders

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2 Kommentare

  • Antworten März 20, 2014

    ÖR Ing.August Pierer

    Geschätzte Verantwortliche der Zeitung Neues Land!
    Zu Ihrer in den letzten Wochen hochgejubelten vorrangigen Informationsbereitschaft für Bauernbundmitglieder,sei bemerkt, daß bis heute keine tiefgreifende Information bezüglich der GAP (1.und 2. Säule) erfolgt ist. In allen sonstigen Agrarmedien (teils Gratismedien) wurde weit umfangreicher und unparteiischer dieses Problem behandelt.
    Mein Vorschlag für die Zukunft wäre,sich weniger um die Belange des Steirischen Weines ,stattdessen sich stärker um die Sorgen der Bergbauern und Biobauern zu kümmern.(Wegfall der Mutterkuhprämie,Reduktion der Hutweiden,geringere Bioprämien etc)
    Mit freundlichen Grüssen
    August Pierer

    • Franz Tonner
      Antworten März 20, 2014

      Franz Tonner

      Sehr geehrter Herr Ökonomierat Pierer!
      Bezugnehmend auf Ihren Kommentar zur Informationsbereitschaft für Bauernbundmitglieder darf ich festhalten, dass leider im Bauernbund-Präsidium keine detaillierte Entscheidungen gefallen sind und die Beschlussfassung auf die Landesagrarreferentenkonferenz (die mutmaßlichen Geldgeber!) verschoben wurde. Jede tiefgreifendere Berichterstattung trägt daher mehr zur Verwirrung als zur Information bei. Wir als seriöses Medium berichten über Fakten und nicht über Mutmaßungen. Sobald erste echte Ergebnisse auf dem Tisch liegen, werden wir selbstverständlich umfassend über Details berichten.
      Liebe Grüße
      Franz Tonner

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