Für leistbaren Pferdesport

Die zuständigen Ministerien arbeiten gemeinsam mit Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer an einer Neuregelung der Gewerbeordnung zur Pensionspferdehaltung. Der OEPS, die Interessenvertretung von mehr als 50.000 PferdesportlerInnen in Österreich warnt davor, Pferdebesitzer weiter zu belasten.

OEPS Präsidentin Elisabeth Max-Theurer: „Die Haltung eines Pferdes muss auch für einen Durchschnittsverdiener leistbar bleiben.“ Deshalb soll die Pensionspferdehaltung- so wie die Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen- als landwirtschaftliche Tätigkeit gelten. Sollte ein Teil der rund 5000 landwirtschaftlichen Betriebe, die Pensionspferde halten, als gewerblich gelten, würden viele davon aufhören. Die Pferdeeinstellung würde insgesamt sicher teurer. Zahlreiche Pferdebesitzer würden ihren Einstellplatz verlieren oder sich nicht mehr leisten können. Damit würde der Pferdesport einen herben Rückschlag erleiden. Der OEPS stellt aber in ihrer Stellungnahme auch unmissverständlich klar, dass bei Tätigkeiten, die über die reine Pferdehaltung hinausgehen, für alle Betriebe-landwirtschaftliche und gewerbliche- dieselben Bestimmungen zu gelten haben.

Die Pensionspferdehaltung ist nach der geltenden Gewerbeordnung auf Landwirtschaftsbetrieben nur dann zulässig, wenn diese untergeordnet ist. Für den OEPS ist diese Regelung nicht einsichtig, weil die Haltung von Pferden zumindest dieselben fachlichen Voraussetzungen erfordert, wie die Haltung anderer landwirtschaftlicher Tiere. Die einzige Unterscheidung ist, dass die Pferde nicht im Eigentum des Pferdehalters stehen. Für den OEPS ist dies kein ausreichender Grund die Pensionspferdehaltung in das Gewerbe einzubeziehen. Der OEPS fordert aber, dass die Pferdehaltung naturnah erfolgen muss. Im Rahmen der landwirtschaftlichen Tätigkeit sollten nur so viele Pferde auf einem Hof gehalten werden dürfen, dass es zu keinen unerwünschten Auswirkungen auf Boden und Grundwasser kommen kann. Natürlich müssen auch alle Anforderungen an eine tiergerechte Haltung erfüllt sein.

Foto: Shutterstock

 

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