Frauen sind treibende Kraft

EU-Agrarpolitikerin für mehr Bildungsangebote und Kinderbetreuungsmöglichkeiten im ländlichen Raum.

„Wir geben heute ein klares Bekenntnis ab, Frauen im ländlichen Raum aktiv zu fördern und zu unterstützen. Ganz klar stellen wir uns aber gegen Ideen von linken Gruppierungen, Frauenquoten bei der Vergabe von Agrargeldern einführen zu wollen“, so die Landwirtschaftssprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger, heute anlässlich des Beschlusses eines Parlamentsberichtes über „Frauen und ihre Rollen in ländlichen Gebieten“.

„Unsere Bäuerinnen leisten am eigenen Hof enorm viel und schaffen es, trotz der Mehrbelastung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Frauen sind die treibende Kraft, wenn es um die Bewirtschaftung und Entwicklung ländlicher Regionen geht. Sie sind der Schlüsselfaktor, damit landwirtschaftliche Betriebe funktionieren. Es liegt an der Politik, die passenden Rahmenbedingungen für Frauen im ländlichen Raum zu schaffen. Die Zukunft im ländlichen Raum ist weiblich“, so Köstinger.

Deshalb spricht sich die EU-Agrarpolitikerin für mehr Bildungsangebote und Kinderbetreuungsmöglichkeiten im ländlichen Raum aus. „Wir brauchen Maßnahmen zur Förderung von betriebsübergreifenden Aus- und Weiterbildungen, damit eine langfristige Beschäftigung in ländlichen Gebieten gesichert ist. Auch ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen im ländlichen Raum sind eine Voraussetzung dafür, dass Frauen ihre Innovationskraft ausschöpfen können“, betont Köstinger.

Köstinger wehrt sich aber gegen das Ansinnen, „Genderbudgetierung“ und „Gendermainstreaming“ in der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik einzuführen. „Das hat in der Landwirtschaftspolitik nichts verloren und würde – abgesehen von der Undurchsetzbarkeit -ausschließlich zu mehr Bürokratie führen. Bäuerliche Betriebe müssen abhängig von der bewirtschafteten Fläche und ihren Umweltleistungen unterstützt werden. Hektare sind weder männlich noch weiblich“, so die Europaabgeordnete.

Foto: Fotolia

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentieren

*