Forstarbeiter-WM: Sechs Medaillen für Österreich

Am letzten Tag der Weltmeisterschaft gab es für das rot-weiß-rote Team gleich vier 4. Plätze. Für Zuwachs im Medaillenspiegel sorgte Mathias Morgenstern, der zwar seine Titelverteidigung um zwei Punkte verpasste, sich aber über Silber freuen durfte.

Die 32. Forstarbeiter-Weltmeisterschaft ist Geschichte – und die österreichische Mannschaft kehrte erfolgreich aus dem polnischen Wisla zurück. Gleich dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze konnten die heimischen Motorsägen-Athleten mit nach Hause nehmen. Damit ist Österreich im Medaillenspiegel die Nummer eins – noch vor dem überragenden Team aus Weißrussland, das sowohl den Einzel- als auch den Teamweltmeister stellte.

Bevor die Österreicher ihr Edelmetall in Empfang nehmen durften, hieß es noch zweimal die Sägen starten. Zunächst stand die Länderstafette – der Staffelwettbewerb im Forstwettkampf – auf dem Programm. Das rot-weiß-rote Quartett, bestehend aus Markus Herzog, Benjamin Greber, Harald Umgeher und Jürgen Erlacher, war gewohnt schnell, aber leider zu fehleranfällig und erreichte Rang elf. Der WM-Titel ging an die fehlerfreien Schweizer.

Danach ging es in den Einzelbewerben ins heiße Finale. Beim Entasten gab es ein Mann gegen Mann-Wettschneiden. Profi Benjamin Greber lieferte zwar einen soliden Bewerb ab, verpasste das Podest jedoch um zwei Punkte. Genau diese fehlten ihm dann auch in der Gesamtwertung, wo ihm ebenfalls nur Platz vier blieb. Das gleiche Schicksal ereilte auch Junior Jürgen Erlacher. Ein Schnittfehler kostete im Entasten die entscheidenden Punkte.

Gold im Präzisionsschnitt

Kein perfektes Entasten lieferte auch der zweite österreichische Junioren-Starter, Mathias Morgenstern, ab. Er leistete sich ebenfalls einen Schnitzer – und dieser kostete ihm die Titelverteidigung im Einzelgesamtbewerb. Der Slowake Marek Lubas fing Morgenstern mit einem perfekten Durchgang im Entasten im letzten Moment noch um zwei Punkte ab. „Bei der letzten WM war ich vier Punkte vor ihm. Diesmal hat er das bessere Ende für sich – ich vergönne es ihm“, konnte sich Morgenstern, nachdem der erste Ärger verraucht war, mit seinem slowakischen Kontrahenten und über Silber im Gesamtklassement freuen.

Am Abend folgte die große Siegerehrung, bei der die österreichische Flagge sehr oft präsentiert wurde. Morgenstern holte sich neben Silber für den Junioren-Vizeweltmeistertitel auch noch Disziplinengold in der Mastenfällung und im Kombinationsschnitt ab. Die dritte Goldmedaille steuerte Jürgen Erlacher im Präzisionsschnitt bei. „Einfach genial, hier bei der WM Österreich vertreten zu können und dann auch noch eine Goldmedaille zu gewinnen“, genoss der junge Kärntner WM-Debütant seinen Ausflug aufs Siegespodest samt Bundeshymne.

In der Profiklasse durfte sich Harald Umgeher über Silber im Kettenwechseln freuen. Auch der Koffer von Benjamin Greber ist bei der Heimreise um eine Bronzemedaille schwerer, die er sich in der Mastenfällung erschnitten hatte. „Vor jeder WM gibt es Favoriten – und es gibt immer wieder ein Favoritensterben. So gibt es auch diesmal Sieger, mit denen man vorher nicht unbedingt gerechnet hat. Ich bin froh und zufrieden, dass ich mein Ziel, eine Medaille mitzunehmen, erreicht habe“, tritt Greber zufrieden die Heimreise an.

Foto: kommunikationsagentur.sengstschmid.

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