EU Preisindex: Gemischte Gefühle

Im Monatsvergleich zeigt die Preisentwicklung im Jänner 2015 gegenüber dem Vormonat teilweise im Getreidebereich und im Fleischbereich gestiegene Werte. Für Mahlweizen war die Steigerung mit 3,0% am höchsten, für Gerste betrug sie 2,5%. Die Preisentwicklung für Mais war rückläufig (-0,9%). Der Preis für Rindfleisch legte um 1,8% zu, der für Hähnchenfleisch um 0,5%. Schweinefleisch hingegen verlor um -3,4%, war somit nach Zucker (-3,6%) das Produkt mit der zweitgrößten Verlustrate. Dann folgte Raps mit -2,8% Preisrückgang. Am Milchsektor bewegte sich wenig (0,0% bis -0,1%), Käse war mit -0,9% leicht rückläufig. Der Jahresvergleich zwischen 2015 und Jänner 2014 zeigt abermals fast ausschließlich Preisrückgänge, eine Ausnahme bildet Gerste mit +4,5%, für Durum liegen keine Werte vor. Die größten negativen Preisdifferenzen zeigte der Milchsektor mit -42,3% für Magermilchpulver, -37,2% für Vollmilchpulver und -26,8% bzw. -22,4% für Butter und Käse. Deutlich war auch der Rückgang bei Zucker (-30,5%).

Monatsvergleich (Jänner 2015 zu Dezember 2014)

Der EU-weite Verbraucherpreisindex (HVPI) zeigte für den Teilindex Lebensmittel im Jänner 2015 im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg um +0,4%.
Den stärksten Anstieg für einzelne Produkte wies Gemüse mit +3,8% auf, gefolgt von Fischen und Meeresfrüchten (+1,0). Die Preisveränderungen bei den anderen Produkten bewegten sich zwischen +0,7% für Zucker und -1,4% bei Obst.
Der generelle Verbraucherpreisindex sank gegenüber Dezember um -1,3%.

Milchpreis unter 35 Cent

Der Erzeugermilchpreis in Österreich unterschritt im Jänner 2015 erstmals seit dem Jahr 2013 wieder einmal die 35 Cent Marke. Demnach lag der Auszahlungspreis bei 34,74 Cent/kg (4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Ust) und somit um knapp 18% unter dem Vorjahreszeitraum.
Bei Biomilch lag der Preis bei 41,86 Cent/kg (4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Ust) und sank somit im Vergleich zum Vormonat um 2,67%.

 

Quelle: AMA

Foto: © Kzenon – Fotolia.com

 

 

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