Ein Gemeindetrio kam rasch auf Touren

Aus den Gemeinden Irdning, Donnersbach und Donnersbachwald entsteht die Marktgemeinde „Irdning-Donnersbachtal“.

 

Dass die politische Andersfärbigkeit kein Hindernis ist, wenn man gemeinsam dieselben Ziele verfolgt, wird in der neuen Marktgemeinde Irdning-Donnersbachtal unter Beweis gestellt. Während Irdning mit Herbert Gugganig und Donnersbach mit Karl Lackner von ÖVP-Bürgermeistern geführt werden, steht der Gemeinde Donnersbachwald mit Erwin Petz ein SP-Politiker vor.

Die Gemeindevorstände und später die Gemeinderäte aller drei Kommunen gingen ohne voreingenommen zu sein in mehreren Gesprächsrunden an die Arbeit, um die Auswirkungen einer Fusion zu analysieren sowie Chancen und Nachteile für die Menschen der betroffenen Region herauszuarbeiten. Bei einer zweitägigen Vorstandsklausur im Sommer 2013 wurde das Fundament für den Bau des neuen Hauses mit dem Namen „Irdning-Donnersbachtal“ geschrieben. Bürgermeister Gugganig erinnert sich: „Ab nun war der spürbare Wille da, dasselbe Ziel zu erreichen und immer auf Augenhöhe miteinander zu verhandeln.“

Es folgten Bürgerversammlungen in allen drei Gemeinden, einstimmige Gemeinderatsbeschlüsse und schon im Herbst 2013 die öffentliche Unterzeichnung des Fusionsvertrages. Darin hat man sich zum Beispiel zur gemeinsamen Verwaltung in Irdning, aber auch zu Bürgerservicestellen in Donnersbach und Donnersbachwald bekannt. Festgehalten hat man auch, dass die bestehenden Kindergärten und Volksschulen in allen Ortsteilen erhalten bleiben und dass auch an den Vereinen nicht gerüttelt wird und diese weiterhin Förderungen erhalten.

Ein Knackpunkt in den Gesprächen war die Planneralmstraße. Nach Verhandlungen mit dem Land Steiermark konnte aber erreicht werden, dass die Erhaltung und der Winterdienst der Bergstraße bis 2020 Landesangelegenheit sind und bis dahin das Gemeindebudget nicht belasten.

Regierungskommissär in der neuen Marktgemeinde ist Irdnings Gemeindeoberhaupt Herbert Gugganig. Ihm zur Seite stehen die drei Vizebürgermeister Hannes Zettler aus Donnersbach, Manuela Steer aus Donnersbachwald und Anton Hausleitner aus Irdning.

Nach der Zusammenlegung wird die Marktgemeinde Irdning-Donnersbach ein Gesamtausmaß von 199 Quadratkilometern und zirka 4200 Einwohner haben. Der künftige Gemeinderat besteht aus 21 Gemeindemandataren.

 

Liezen

Der Bezirk Liezen ist mit derzeit 3268 Quadratkilometern der größte Bezirk in ganz Österreich und wird noch größer. Die 47 Quadratkilometer große Gemeinde Hieflau wechselt nämlich vom Bezirk Leoben nach Liezen und bildet mit Landl, Gams bei Hieflau und Palfau künftig eine neue Gemeinde. Die zweite Vierer-Fusion im Bezirk betrifft Admont, Hall, Johnsbach und Weng im Gesäuse.

In Hinkunft wird es im Bezirk Liezen statt 51 Gemeinden nur mehr 29 geben. In vier Fällen entstehen neue Gemeinden durch Dreier-Fusionen. Das sind Bad Mitterndorf mit Pichl-
Kainisch und Tauplitz, Donnersbach mit Donnersbachwald und Irdning, Großsölk mit Kleinsölk und St. Nikolai im Sölktal sowie Pichl-Preunegg mit Rohrmoos-Untertal und Schladming.

Neun Mal findet die Zusammenführung von jeweils zwei Gemeinden statt: Liezen/Weißenbach bei Liezen, Niederöblarn/Öblarn, Michaelerberg/Pruggern, Aich/Gössenberg, Oppenberg/Rottenmann, Gaishorn am See/Treglwang, St. Gallen/Weißenbach an der Enns, Mitterberg/St. Martin am Grimming und Pürgg-Trautenfels/Stainach.

Insgesamt 14 Gemeinden sind im Bezirk Liezen von der Fusion nicht betroffen: Aigen im Ennstal, Bad Aussee, Grundlsee, Altaussee, Gröbming, Selzthal, Lassing, Ardning, Haus, Ramsau am Dachstein, Trieben, Altenmarkt bei St. Gallen, Wildalpen und Wörschach.

 

 

 

 

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