Digitale Technik erobert die Landwirtschaft

Digitale Technik und Landwirtschaft – ein Widerspruch? Keineswegs! Auch hier sind neue Technologien auf dem Vormarsch.

 

Wenn Traktoren schnurgerade über Felder pflügen und jede Wende aussieht, als wäre sie mit dem Zirkel gezogen, oder Kühe ohne menschliches Zutun gemolken und gefüttert werden, haben mit Sicherheit moderne und speziell entwickelte Computersysteme ihre „Finger“ im Spiel. Computersteuerung, Melkroboter & Co. sollen die Arbeit erleichtern und liefern zugleich eine Unmenge an Daten, die zu einer idealen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Betriebe beitragen sollen.
Die Innovationsgeschwindigkeit, mit der technische Neuerungen im landwirtschaftlichen Bereich auf den Markt gebracht werden, ist immens. Und hier liegt neben all den Vorteilen, die moderne Technologien mit sich bringen, sicher auch eine der größten Herausforderungen – nämlich den Spagat zwischen hohen Anschaffungskosten, wirtschaftlichem Nutzen und der jeweils passenden Technologie zu schaffen.
Internet und Software

 

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Die digitale Welt hält Einzug in den Kuhstall.

Doch nicht nur in Sachen Technologien zur optimalen Bewirtschaftung von Betrieben tut sich so einiges. Auch die Möglichkeiten des World Wide Web bieten Landwirten, von schneller Kommunikation bis hin zu Vermarktungs- und Verkaufsmöglichkeiten, neue Wege der Unternehmensführung. Internetseiten wie -www.gutesvombauernhof.at oder www.steirische-spezialitäten.at holen landwirtschaftliche Produkte und Angebote vor den Vorhang, Softwarelösungen wie Agris oder LBG sollen die Betriebsführung nachhaltig erleichtern und Social-Media-Kanäle wie Facebook verändern die Kommunikation und die Außendarstellung von Landwirten.
Die Akzeptanz von Online- und Software-Lösungen für Landwirte ist dabei bereits seit einigen Jahren sehr hoch und steigt weiter. Dies belegt auch die stetig steigende Durchdringung mit Breitband-Anschlüssen im ländlichen Raum (Stichwort: Breitbandmilliarde).
Der Bauer, der nur mit einem Tablet bewaffnet die wichtigsten Abläufe seines Betriebes steuert, ist vielleicht ein ungewohntes Bild, aber keine Zukunftsmusik mehr. Immer mehr Technologieanbieter liefern auch gleich die passenden Apps mit. Darüber hinaus gibt es in den AppStores und Google Play Stores dieser Welt ein kaum noch zu überschauendes Angebot an Apps, die unterschiedlichste Bedürfnisse landwirtschaftlicher Tätigkeiten abdecken – von der „Grünland App“ über Apps zur Einstellung von Ackerbaugeräten, mit der sich die Einstellwerte errechnen lassen, bis hin zur Tiergesundheits-App, die sowohl Landwirte als auch Tierärzte unterstützen soll.

Digitale Revolution?

Bei all den neuen Möglichkeiten, den Erleichterungen oder den erweiterten Wettbewerbschancen sind und bleiben digitale Technologien doch immer nur Unterstützer und genau als solche sollten sie auch gesehen werden. Gerade in einer kleingliedrigen Region wie der Steiermark sind viele Technologien zwar nett anzuschauen, müssen sich aber auch in die Tradition und die Eigenheiten der Region integrieren lassen.

Optimieren

Hier von einer digitalen Revolution zu sprechen, ist also zu weit gegriffen – vielmehr beobachten wir eine digitale Anreicherung bestehender Systeme und Strategien, um landwirtschaftliche Arbeit zu optimieren und zu erleichtern – und das ist gut so.

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