Die Zukunft gehört ihnen

Derzeit sind über 3500 Mädchen und Burschen Mitglied bei der Feuerwehrjugend. Sie trainieren schon früh für ihren ersten Ernstfall.

 

Die Zukunft der steirischen Freiwilligen Feuerwehren steht auf einem tollen Fundament: 3553 Jugendliche, davon 778 Mädchen zwischen zehn und 15 Jahren sind im Team der örtlichen Feuerwehren. Auf spielerische Art und Weise trainieren sie Schlauch-Kupplungen anzuschließen oder bewältigen Hindernisse. Alles Fähigkeiten, die im Feuerwehreinsatz Leben sowie Hab und Gut retten können. Nach der theoretischen und praktischen Ausbildung in der Feuerwehrjugend treten die begeisterten Jugendlichen mit der Vollendung des 15. Lebensjahres in den aktiven Feuerwehrdienst ein. Die Einsatztauglichkeit ist meist mit 16 Jahren gegeben.

Peter Kirchengast, Landesjugendbeauftragter für die steirische Feuerwehrjugend dazu: „Im Bereich der Feuerwehrjugend zwischen zehn und 15 Jahren haben wir eine konstante Mitgliederzahl. Gerade zwischen 16 und 18 Jahren kommt es dann zu einem Rückgang, da Lehre, Berufsschule oder der Führerschein zu anderen Interessen führen.“

 

Kirchengast

Peter Kirchengast

 

Dem entgegenwirken möchte man mit dem Unterrichtsgegenstand „Gemeinsam sicher Feuerwehr“, der in Oberösterreich bereits praktiziert wird. Mit Beginn des nächsten Schuljahres sollte dieser auch in der Steiermark eingeführt werden und die Bindung zur Feuerwehr weiter stärken.

Persönlicher Kontakt

Außerdem gibt sich Kirchengast, der auch die Funktion des Referatsleiter-Stellvertreters für Jugendarbeit auf Bundesebene inne hat, überzeugt: „Das Wichtigste ist immer der direkte Kontakt zu den Jugendlichen. So kann man sie am besten von der Sinnhaftigkeit der Feuerwehr überzeugen.“ Oft haben Freiwillige Feuerwehren auch mit der sogenannten Bildungsabwanderung zu kämpfen, da Jugendliche eine höhere Schule oder Universität in der Stadt besuchen. Die schafft aber auch Chancen: „Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, bei zwei Feuerwehren dabei zu sein. Da kommt es schon vor, dass ein Kärntner Student von Montag bis Freitag zum Einsatz bei einer Freiwilligen Feuerwehr im Grazer Raum mit ausrückt.“

Aus der Praxis kann Sabina Schönberger von der Freiwilligen Feuerwehr Gössendorf berichten. Hier sorgt sie als Jugendbeauftragte für das Wohlergehen von 16 Jugendlichen zwischen zehn und 15 Jahren. Als Kindergartenbetreuerin weiß sie, worauf es ankommt: „Ich arbeite sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen und möchte sie auf ihrem Weg ins Erwachsenleben begleiten.“

 

andere

Sabina Schönberger

 

Die bestens ausgebildete Feuerwehrfrau bereitet ihr Jugendteam auf verschiedenste Bewerbe vor, alle notwenigen Handgriffe müssen bei den Kindern sitzen.

Begeisterung

Lorenz Kalcher ist mit seinen zwölf Jahren von der Feuerwehrjugend begeistert: „Ich bin bereits seit eineinhalb Jahren dabei. Irgendwann möchte ich Kommandant werden.“ In die gleiche Kerbe schlagen auch Lukas Augustin (14 Jahre), Dominik Raab (12 Jahre) und Paskal Göbl (11 Jahre). Sie alle können es schon fast nicht mehr erwarten, zu ihrem ersten Einsatz auszurücken.

Nächste Woche: Teil 3 – Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr.

 

 

 

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