Die Landessieger 2017: Die besten Steirerweine sind gekürt

Bei der größten Weinkost der Steiermark haben die Weinbauern 1.352 hervorragende steirische Qualitätsweine eingereicht. Insgesamt 18 Landessieger und ein „Weingut des Jahres“ wurden gekürt. Heuer gibt es gleich drei Doppellandessieger, sodass das Rennen um die begehrte Trophäe „Weingut des Jahres“ besonders spannend war. Als Gesamtsieger und somit auch Weingut des Jahres ging das Weingut Frauwallner aus Straden hervor.

„Die Landesweinbewertung der Landwirtschaftskammer ist traditionell seit 70 Jahren der größte und wichtigste Weinwettbewerb der Steiermark. Die Beteiligung war trotz kleiner Ernte großartig: „Rund 500 Weinbauern reichten 1.352 steirische Qualitätsweine ein“, betonte Landwirtschaftskammer Präsident Franz Titschenbacher bei der Siegerpräsentation.

Die Landessieger

Weingut des Jahres

Sprungbrett für nationale und internationale Bekanntheit

Die Landesweinbewertung ist für alle Weinbaubetriebe eine Chance, mit einer guten Platzierung national und international Aufmerksamkeit zu erhalten. „Durch die garantiert anonyme Verkostung und der bestens geschulten Bewerter steht ausschließlich die Weinqualität im Vordergrund“, unterstrich Titschenbacher ferner.

Schaufenster für fruchtig-steirischen Wein

„An der Bewertung können alle geprüften steirischen Qualitätsweine teilnehmen. Um aber ins Finale zu kommen, muss eine Mindestweinmenge vorhanden sein“, so Weinbauchef Werner Luttenberger. Außerdem muss in den meisten Sortengruppen der klassisch-steirische, extra trockene Weinausbau mit weniger als 13 Volumenprozent Alkohol eingehalten werden. Damit soll der fruchtig steirische Wein ins Schaufenster gestellt werden.

Anzahl der verkosteten Qualitätsweine in der klassischen Sortengruppe bewertet: Sauvignon blanc 179 Proben, Welschriesling 170, Weißburgunder 152, Muskateller 112, Schilcher 44 und Morillon 31 Proben.

Bewerb für Lagenweine sehr beliebt. 155 Lagenweine ritterten um Sieg

Der Bewerb der Lagenweine erfreut sich großer Beliebtheit. Die für die beiden Gruppen nominierten Weine der Burgunder-Gruppe und die Sauvignon Gruppe, müssen eine so hohe natürliche Reife aufweisen, dass sie mindestens 13 Volumenprozent Alkohol besitzen. Weiters müssen sie mindestens ein Jahr alt und trocken ausgebaut sein. Sowohl biologischer Säureabbau als auch Holzeinsatz sind möglich. Immerhin 96 Burgunder und 59 Sauvignons stellten sich dem Wettbewerb.

75 Burgunderweine eingereicht. Ein Sieger wurde gekürt

Die Sortengruppe kräftiger Burgunder – bestehend aus den Sorten Weißburgunder, Morillon und Grauburgunder – wurde heuer mit 75 Weinen beschickt. Sie müssen trocken ausgebaut sein. Durch den möglichen biologischen Säureabbau wirken sie bekömmlicher.

Gewürz/Traminer. Tolle Speisebegleiter. Ein Sieger wurde gekürt

In der Kategorie trockene und halbtrockene Gewürz/Traminer haben sich 31 Weine beteiligt. Diese Ausbauart der Sorte findet laufend mehr Freunde, weil der dieserart ausgebaute Gewürz/Traminer ein toller Speisebegleiter sein kann. Ein Sieger wurde gekürt.

163 Rotweine eingereicht. Drei Sieger wurden gekürt

Großer Erfolg für Petra und Walter Frauwallner. Sie erzielten zwei Landessiege und wurden bereits zum zweiten Mal „Weingut des Jahres“.

Eine Besonderheit im Bewerb ist auch der steirische Rotwein. Um den Konsumentenwünschen entgegen zu kommen, wurden drei Kategorien geschaffen. Eine kräftige Rotwein-Vielfalt, bei der sämtliche Sorten – auch Cuvées – erlaubt sind, die aber mindestens ein Jahr alt sein müssen. Weiters die Gruppe kräftiger Zweigelt und die Gruppe fruchtig-klassische Rotweine. Drei Sieger wurden gekürt.

15 Prozent der eingereichten Weine schafften Semifinale

Bei vielen Sorten oder Sortengruppen musste aufgrund der Menge ein Semifinale durchgeführt werden, um die endgültigen Finalweine zu verkosten. Den Einzug in das Semifinale schafften 15 Prozent der teilnehmenden Weine. Der Aufkleber für die Weine, die in die Broschüre aufgenommen werden konnten, soll die besten Weine der Steiermark kennzeichnen.

Knock out beim Semifinale und Finale

„Das extrem strenge Auswahlverfahren zeigt, wie schwierig es ist, mit einem Wein das Semifinale, sowie das Finale zu erreichen oder gar Landessieger zu werden“, sagt Luttenberger. Die Finalverkostungen jeder Sorte beziehungsweise Kategorie werden nach der Platzziffernmethode durchgeführt. Hier stehen sämtliche Finalweine Glas an Glas und müssen direkt verglichen und beurteilt werden.

Siegerbroschüre

„Die besten steirischen Weine werden in der vorliegenden Broschüre in den Kategorien Sieger, Finalisten und Semifinalisten vorgestellt, um die Kaufentscheidung zu erleichtern und auch auf bisher unbekannte Betriebe aufmerksam zu machen“, erklärt der Weinbaudirektor.

Siegerweine bei Präsentation

„Die Siegerweine sind auf verschiedenen Präsentationen zu verkosten. Ein besonderes Erlebnis ist aber nach wie vor ein Besuch bei einem der erfolgreichen Betriebe“, schloss der Weinbaudirektor.

Fotos: ©SYMBOL

 

 

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