Die Grazer Kapellknaben

Die Grazer Kapellknaben wurden im April 2003 gegründet und haben sich von Anfang an der Begeisterung für Stimme, Chor und Ensemblesingen verschrieben. Dieses Engagement beginnt im Vorchor an einfachen Kinderliedern und Volksliedern und reicht bis in den Konzertchor und seine Solisten, die anspruchsvolle Aufgaben im Bereich Konzert, Oper und Rundfunk wahrnehmen, sowie den Männerchor.

Durch erste Mitwirkung bei oratorischen Werken (Bach „Motetten“ und „Matthäus-Passion“, Mendelssohn „Paulus“) wurden die Knaben in die Welt der großen Chorwerke aufgenommen, bis sie sich schließlich mit dem „Requiem“ von W.A. Mozart und einer Konzerttournee mit dem „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach im Herbst und Winter 2006 dem Konzertpublikum als professionelles Ensemble vorstellten.

2006 war auch das Durchbruchsjahr im Bereich Oper: die drei Knaben in der „Zauberflöte“ von W.A. Mozart am Opernhaus Graz und die Elfen im „Sommernachtstraum“ von B. Britten an der Volksoper in Wien waren erste Referenzen. Die Solisten und Ensembles gelangten später an das Schauspielhaus Graz (F. Dürrenmatt „Besuch der alten Dame“), die Stadttheater Klagenfurt (H. Willi „Schlafes Bruder“) und Baden (O. Nedbal „Polenblut“), das Theater an der Wien (G.F. Händel „Messias“, Lera Auerbach „Gogol”), das Raimundtheater (U. Jürgens „Ich war noch niemals in New York“) sowie auf die Podien des Stefaniensaals Graz und des Konzerthauses und Musikvereins Wien.

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Auslandsreisen nach Griechenland, Ungarn und in die Ukraine stellen neben Fernseh- und Radioproduktionen für ORF, ZDF, arte, 3sat und RAI weitere Herausforderungen dar, die die Kapellknaben gerne wahrnehmen.

Neben den großen klassischen Werken gilt das Interesse auch den Wurzeln des Musizierens, wie dem Volkslied. Ein Liederbuch mit Kinderliedern und Volksliedern dokumentiert die Beschäftigung mit diesem Bereich abendländischer Musikgeschichte.

Im Jahr 2008 begannen die Kapellknaben anlässlich ihres 5-jährigen Bestehens eine Konzertreihe mit sämtlichen Parodievorlagen zur Messe in h-Moll von J.S. Bach. Die Erarbeitung dieses Teils unseres Weltkulturerbes gilt als herausragendes Ereignis in der bisherigen Chorgeschichte.

Im November 2012 erschien die CD „Steirische Advent- und Weihnachtslieder”.

Matthias Unterkofler (geb. 1978), der Gründer und künstlerische Leiter der Grazer Kapellknaben, lernte zuerst Klavier, dann Orgel. Das Studium der evangelischen und katholischen Kirchenmusik an der Kunstuniversität Graz schloss er mit Auszeichnung ab, ebenso das Studium Instrumentalpädagogik Orgel. Von 2000 bis 2003 leitete er den Kirchenchores am Weizberg, von 2001 bis 2002 war er Leiter der Grazer Evangelischen Kantorei und von 2002 bis 2008 Leiter des Musikschulorchesters Weiz. Seit 2001 leitet er den Kammerchor Schielleiten, seit 2004 den Grazer Universitätschor.

Unterkofler ist künstlerischer Leiter der Internationalen Kammermusiktage Raumberg und des Kultursommers St. Peter am Kammersberg, sowie musikalischer Leiter der Operettenschlossfestspiele Stadl.

Zu seinem dirigierten Repertoire zählen Oratorien, Orchesterwerke und Chorwerke wie z.B. J.S. Bach: „Matthäus-Passion”, „Messe in h-Moll”, „Weihnachtsoratorium”, Motetten, Kantaten; W.A. Mozart: Zauberflöten-Querschnitt, „Messe in c-Moll”, „Requiem”, „Davide penitente”, Symphonien, Messen; J. Haydn: „Die Schöpfung”, „Die Jahreszeiten”, „Stabat mater”, „Die sieben Worte”, Symphonien, Messen; G.F. Händel: „Messias”, „Judas Maccabäus”, „Samson”, „Ode for St. Cecilia´s Day”; F. Mendelssohn: „Lobgesang”, „Paulus”; F. Schubert: 5. und 7. Symphonie, J. Brahms: „Requiem”; A. Dvorak: „Te Deum”, „Stabat mater”, „Messe in D-Dur”; P.I. Tschaikowsky: „Schwanensee-Suite”; E.Grieg: „Peer Guint Suite”; L.v. Beethoven: 3. Klavierkonzert; A. Honegger: „König David”, R. Benatzky: „Im weißen Rössl”; E. Künneke: „Der Vetter aus Dingsda”, C. Zeller: „Der Vogelhändler”, J. Strauß: „Die Fledermaus”. Jurorentätigkeit bei Chor- und Gesangswettbewerben.

Weitere Videos und Hörproben findet man unter: http://www.kapellknaben.at/downl.html

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