Die Bürger sollen jetzt schon mitreden!

Die ÖVP in der künftigen Großgemeinde St. Stefan ob Stainz hat schon im Mai ihren Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl nominiert.

Mit einer Gemeinde-Umfrage startet das neue ÖVP-Team der aus den bisherigen Gemeinden St. Stefan ob Stainz, Gundersdorf und Greisdorf entstehenden Großgemeinde ein flächendeckendes Dialogprojekt im Schilcherland. „Von den kleinen bis zu den großen Anliegen sind mir alle wichtig“, betont ÖVP-Spitzenkandidat Stephan Oswald.

Die Umfrage läuft noch bis Ende September und wird sowohl übers Internet (www.gemeinde-umfrage.at) als auch mittels eines an jeden Haushalt verschickten Befragungskatalogs durchgeführt. Wie soll die neue Gemeinde heißen: St. Stefan ob Stainz oder gar St. Stefan im Schilcherland? Wie zufrieden sind die Einwohner in den drei Gemeinden mit dem derzeitigen Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen? Ist das Freizeit- und Kulturangebot ausreichend? Auf diese und weitere Fragen erhoffen sich Stephan Oswald und sein Team konkrete Antworten und die repräsentative Wiedergabe einer breiten Stimmung in der Bevölkerung.

Der 38-jährige Stephan Oswald, ein Mann mit zwölfjähriger Gemeinderatserfahrung, wurde schon beim ÖVP-Fusionsparteitag im Mai als Spitzenkandidat nominiert und weiß die drei jetzigen ÖVP-Bürgermeister Ernst Summer (St. Stefan ob Stainz), Gerhard Eger (Greisdorf) und Andreas Klement (Gundersdorf) voll hinter sich. Alle drei Gemeindeoberhäupter freuen sich, dass ein junges, engagiertes Team, das von Michael Jeschelnig als ÖVP-Ortsparteiobmann angeführt wird, die Geschicke der ÖVP lenken und die Zukunft der neuen Gemeinde in die Hand nehmen will.

Gemeinsame Ehrung

Die drei Bürgermeister verweisen darauf, dass man sich auf das künftige Zusammenarbeiten schon gut vorbereitet. „Entscheidungen, die den Fuhrpark und Winterdienst in den drei Gemeinden betreffen, haben wir gemeinsam besprochen“, betont Ernst Summer. Altersehrungen finden seit heuer gemeinsam mit den Jubilaren aller drei Gemeinden statt, das Eltern-Kind-Treffen wird gemeinsam durchgeführt. Es gibt auch schon eine gemeinsame Zeitung.

 

Bezirk Deutschlandsberg

 

Derzeit hat der Bezirk Deutschlandsberg mit einer Gesamtfläche von 863 Quadratkilometern noch 40 eigenständige Gemeinden, darunter befinden sich eine Stadtgemeinde und elf Marktgemeinden. Mit Beginn des neuen Jahres 2015 werden es nur mehr 15 Gemeinden sein. Daran sieht man, dass der Bezirk Deutschlandsberg von der Gemeindestrukturreform besonders stark betroffen ist. Obwohl sich viele Gemeinden neu bilden, hat die ÖVP in den von der Zusammenlegung betroffenen Kommunen bis auf drei Fälle schon überall den Fusionsparteitag abgehalten.

Allein bleiben nur Frauental an der Laßnitz, Lannach, Pölfing-Brunn, Preding, St. Josef in Weststeiermark, St. Peter im Sulmtal und Wettmannstätten. Dazu kommen zwei Fusionen mit jeweils zwei Gemeinden: Groß Sankt Florian mit Unterbergla sowie Sankt Martin im Sulmtal mit Sulmeck-Greith. In einem Fall entsteht aus bisher drei Gemeinden eine neue Gemeinde: Greisdorf mit Gundersdorf und Sankt Stefan ob Stainz.

Zwei Vierer-Fusionen betreffen die Gemeinden Limberg bei Wies, Wernersdorf, Wielfresen und Wies beziehungsweise Garanas, Gressenberg, Hollenegg und Schwanberg. Besonders auffallend ist, dass drei künftige Gemeinden aus jeweils sechs bisher selbständigen Gemeinden bestehen werden. Die bevölkerungsreichste dieser drei Gemeinden ist Deutschlandsberg (mit Bad Gams, Deutschlandsberg, Freiland bei Deutschlandsberg, Kloster, Osterwitz, Trahütten) mit künftig über 11.200 Einwohnern. Die neue Großgemeinde rund um Stainz (mit Georgsberg, Marhof, Rassach, Stainz, Stainztal und Stallhof) kommt auf etwa 8500 Einwohner. Im südwestlichen Teil des Bezirkes entsteht mit Aibl, Eibiswald, Großradl, Pitschgau, Sankt Oswald ob Eibiswald und Soboth die dritte Großgemeinde mit künftig rund 6700 Einwohnern.

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