Die besten Osterbrote

Osterbrot von den steirischen Bäuerinnen bleibt lange frisch und ist saftig. Zwei Landessiegerinnen sind gekürt: Beim klassisch-traditionellen Osterbrot ging dieser an Christine Neuhold von Jagas-Steirerei aus Leitersdorf, bei den kreativen Osterbroten gewann Kerstin Malli aus Kitzeck vom steilsten Weingut Österreichs.

26 Brotbäuerinnen und vier Fachschulen ritterten um Landessiege. Heuer stellten sich Anfang März 26 steirische Brotbäuerinnen und -bauern sowie vier Fachschulen dem Landeswettbewerb der Osterbrotprämierung. „Die beiden Landessiege in den Kategorien ‚klassisch-traditionelles Osterbrot‘ und ‚kreative Osterbrote‘ gingen an bereits arrivierte Brotbäuerinnen: Christine Neuhold von Jagas Steirerei aus Leitersdorf sicherte sich beim klassisch-traditionellen Osterbrot den Landessieg. Und bei den kreativen Osterbroten katapultierte sich Kerstin Malli aus Kitzeck, die gemeinsam mit Bernhard Malli das steilste Weingut Österreichs mit Buschenschank führt, aufs Podest“, gratuliert Vizepräsidentin Maria Pein den Siegerinnen. Kerstin Malli zog den Landessieg mit ihrem Eihörnchen an sich – einem Hörnchen oder Kipferl gefüllt mit Osterjause aus Geselchtem, frisch gerissene, Kren und einem hartgekochten Ei.
Der 2. und der 3. Platz in dieser Kategorie gingen an die Fachschule Alt-Grottenhof für ihre gefüllte Schaffamilie und für die wunderschönen Osterhasen. Bei den klassisch-traditionellen Broten erreichten die Schüler der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft in Schloss Stein bei Fehring Platz 2, ging Platz 3 wiederum an Familie Malli aus Kitzeck.

Ostern – kulinarisches Hochfest für die Familie. Ostern, das Fest der Freude und Auferstehung, ist gleichzeitig ein kulinarisches Hochfest für die Familie: „Auf dem Ostertisch dürfen typisch heimische Spezialitäten wie Osterfleisch, Eier, Kren, gekochte Osterkrainer oder Selchwürstel, mancherorts Schweinsbraten und Mullbratl sowie das traditionelle Osterbrot nicht fehlen“, unterstreicht die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark Maria Pein. Sie betont auch, dass die Bäuerinnen und Bauern in diesem Land die Urprodukte dazu produzieren und ihre traditionellen Veredelungstechniken wahre Gaumenfreuden bescheren.

Osterbrot von den Bäuerinnen besteht nur aus natürlichen Zutaten und hält lange frisch. „Das runde, leicht süßliche oder regional auch ungesüßte Osterbrot, ist eine typisch steirische Spezialität mit einem besonderen Geschmack. Es ist mürb, saftig und bleibt lange frisch“, betont Landesbäuerin Auguste Maier. „Es besteht ausschließlich aus natürlichen Zutaten wie Mehl, Hefe, Milch oder Wasser, Schweineschmalz, etwas Zucker und Anis, die den guten Geschmack ausmachen“, erklärt Maier. Je nach Region sind die ungesüßten Osterbrote eher nicht bestrichen, die gesüßten überwiegend mit Ei bestrichen und dann gebacken. Im urbanen Raum hat die Osterpinse stärker Einzug gehalten, als im ländlichen Raum. Weißbrot war früher ein Festtagsbrot, dass es nur an diesen Tagen gab.

Harte Prüfung für die eingereichten Produkte. „Nach 80 möglichen Kriterien werden die eingereichten Proben von der erfahrenen Jury auf Herz und Nieren geprüft. Geprüft wird einerseits nach Aussehen und Herrichtung, dann nach Oberfläche und Kruste, Lockerung und Kaubarkeit und schlussendlich geht es schwerpunktmäßig um den Geruch und den Geschmack“, so Verkostungschefin Eva Lipp. Ebenso wurden die kreativen Gebäcke nach Kreativität und Idee bewertet.

Osterstriezel einfach flechten. Eva Lipp, als Brotexpertin mit großer Praxiserfahrung, leitet dazu die unzähligen Teilnehmerinnen in den Kursen an. „Schön ist, wenn die Leute die Flechtart verstanden haben und es ihnen gelingt, ihren ersten Striezel selbst zu flechten.“ berichtet Lipp mit einem verschmitzten Lächeln und zeigt dies auch gleich vor.

Prämierungen steigern die Qualität. „Durch die Teilnahme an den Prämierungen erhalten die Betriebe eine objektive Rückmeldung. Diese dient zur Qualitätssteigerung, die insbesondere den Konsumenten zu Gute kommt“, freut sich die Landesbäuerin Auguste Maier und ist stolz auf die Leistungen und das große Können der Bäuerinnen.

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentieren

*