Der neue Landesobmann

Johannes Fiedler wurde zum neuen Landesobmann der Landjugend gewählt. Im Gespräch mit NEUES LAND verrät er seine Ziele.

 

Mit 25 an der Spitze der größten Steirischen Jugendorganisation: Landwirtschaftsmeister und Schweinebauer Johannes Fiedler aus St. Ruprecht an der Raab sieht in der Steirischen Landjugend keinen gewöhnlichen Verein. Vielmehr, eine Organisation mit großer Kompetenz.

NEUES LAND: Die Landjugend hat sich längst zu einem „modernen“ Verein etabliert. Woran liegt es?

Johannes Fiedler:  Jedes einzelne Mitglied ist ein Kompetenzträger und wie ein Aushängeschild im ländlichen Raum. Die Landjugend vertritt schon lange nicht mehr nur Termine wie ein Maibaumfest, sie steht für Werte und ist für uns alle eine Schule des Lebens geworden. Wir organisieren nicht nur die Feste, wir lernen, sich gemeinschaftlich in eine Gruppe einzubringen und verkörpern dabei menschliche Werte.

NL: Wohin möchtest Du die Landjugend führen?

Fiedler: Die Landjugend ist in ihrer Organisation und Führung sehr gut aufgestellt.  Wir verzeichnen immer mehr Mitglieder, 49 Prozent aller Mitglieder sind sogar von einem nicht bäuerlichen Betrieb. Das heißt, wir wachsen über die Grenzen des ursprünglich „bäuerlichen“ Vereines hinaus. Dennoch möchte ich mit meinem Team rund um  Landesleiterin Bettina Hofer einmal mehr verstärkt versuchen, die Jugendlichen in den Ortsgruppen noch mehr in die Gesellschaft zu integrieren. Denn nur so kann man diese Region und auch die Ortsgruppen stärken.

NL: Besteht Gefahr, dass sich die eine oder andere Ortsgruppe auflöst?

Fiedler: Nein, ganz im Gegenteil es werden auch immer wieder Ortsgruppen gegründet. Die Folge daraus ist, dass die Landflucht mitunter gestoppt wird. Viele junge Menschen verlassen das Land oft aufgrund einer beruflichen Beschäftigung oder eines Studiums in einer Stadt. Doch ein langfristiges Leben auf dem Land aus Überzeugung ist nur möglich, wenn ein festes gesellschaftliches Fundament die Grundlage bildet. Mit mehr gesellschaftlichen Höhepunkten in den Ortsgruppen kann vielleicht eine noch stärkere Bindung zu den Menschen vor Ort gebildet werden. Ich freue mich sehr auf das Landes-Team und die Arbeit, die auf uns zukommt. Ich freue mich über die Wahl und auf die spannende Zeit.

 

 

Johannes Fiedler

  • St. Ruprecht/Raab (Weiz)
  • Absolvent LFS Hatzendorf
  • Landwirtschaftsmeister
  • Schweinezucht mit Ferkelproduktion, 150 Tiere.,
  • Seit 2006 bei der Landjugend,
  • 5 Jahre im Vorstand der Ortsgruppe, davon drei Jahre Obmann,
  • danach im Bezirksvorstand Weiz,
  • Seit 2013 im Landesvorstand

 

Landesvorstand

Der neue Landesvorstand mit Bettina Hoder und Johannes Fiedler. Foto: LJ

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