Der dreifache Obmann

Die vielen Funktionen von Andreas Steinegger sind nicht so schnell aufgezählt. Außer Frage aber steht: Er ist Bauer mit Leib und Seele. Übrigens einer, der „Zurück zum Ursprung“ geht. Und das im wahrsten Sinn des Wortes, denn seine Biomilchprodukte gehen in dieses Projekt, das für Nachhaltigkeit und Regionalität steht und wofür seine rund 30 Milchkühe jeden Tag fleißig arbeiten. Auf dem Hof in Niklasdorf, Bezirk Leoben, packt die ganze Familie mit aller Kraft an. „Wir bewirtschaften den Betrieb gemeinsam – meine Gattin, mein Sohn und ich. Die Zuständigkeiten sind aufgeteilt“, so Steinegger. Die Arbeit im Stall, vor allem aber die Erziehung der vier Kinder liegen maßgeblich in der Hand der Frau des Hauses. „Dass die Kinder auch in der Schule erfolgreich sind ist vor allem ihr zu verdanken“, betont Steinegger. Der älteste Sohn ist 24 und unterstützt den Betrieb bereits tatkräftig: „Er gibt sein Wissen komplett dazu“. Und das ist unter anderem geprägt vom Arbeitskreis „Low-Input“, in dem er tätig ist. Denn diese Strategie – Low-Input Betriebe wollen wirtschaftlich effizient sein, in dem sie die Abhängigkeit von externen Ressourcen minimieren und konsequent Kosten sparen – wird auch am Hof verfolgt.

Insgesamt umfasst der Betrieb 54 Hektar, mit zusätzlichen elf Hektar Pachtfläche, wovon 33 Hektar aus Grünland und der Rest aus Waldfläche bestehen. Dadurch liegt für Steinegger ein Schwerpunkt auch auf der Forstwirtschaft. Da gibt es zurzeit besonders viel zu tun: „Nach den großen Waldschäden im vorigen Jahr steht jetzt die Wiederbewaldung stark im Vordergrund. In unserem Gebiet sind einzelne Betriebe sehr betroffen. Die Aufforstung ist schon erfolgt, jetzt ist das Ausschneiden dran“. Zurück aber zu seinen vorhin bereits erwähnten weiteren Funktionen: Steinegger ist auch noch Landwirtschaftskammerobmann im Bezirk Leoben, Obmann vom Waldverband Leoben und Obmann des Bauernbundes in Leoben. Dennoch bleibt ihm ausreichend Zeit für die Arbeit am Hof.

Zur Person

Andreas Steinegger ist verheiratet, hat vier Kinder und führt seinen Hof in Niklasdorf im Bezirk Leoben bereits seit 2007 als Biobetrieb. Dieser umfasst 54 Hektar, mit zusätzlich elf Hektar Pachtfläche. Davon sind 33 Hektar Grünland und der Rest Waldfläche, weshalb neben der Biolandwirtschaft ein weiterer Schwerpunkt auf der Forstwirtschaft liegt.

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