Das Land der Meister-Pflüger

Wir sind Acker! 20 Pflüger, so viele wie seit vielen Jahren nicht mehr, zeigten am vergangenen Wochenede die hohe Kunst des Leistungspflügens. Mit Josef Kowald, Martin Gollner und Christian Lanz  kristallisierten sich die absoluten TOP Pflüger in den drei Klassen heraus.

 Josef Kowald aus Allerheiligen (LB) war der große Gejagte in der Klasse Drehpflug Spezial und konnte seine Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigen. Mit einer einwandfreien Leistung pflügte er sich zu seinem siebenten Landessieg in Serie. Mit dieser tollen Form sollte er auch ein gewichtiges Wort beim Bundesentscheid in Kärnten von 21. bis 23. August mitreden können. Den zweiten Platz sicherte sich der Lokalmatador Sebastian Friedl von der LJ Johnsdorf-Brunn. Bronze ging an den Hatzendorfer Markus Wippel, der sich gleich bei seinem ersten Antreten auf das Stockerl pflügte.

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Stolzer Sieger: Josef Kowald aus der Südsteiermark. Foto: LJ

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Platz zwei geht an Sebastian Friedl. Foto: LJ

Erster Landessieg für Martin Gollner

Für den 21jährigen Martin Gollner von der Landjugend Allerheiligen ging im heurigen Jahr der Pflügerstern auf. Nach einigen tollen Platzierungen beim Landesentscheid und zwei Teilnahmen beim Bundesentscheid stand er heuer erstmals ganz oben in der Klasse Drehpflug Standard. Knapp geschlagen geben musste sich Philipp Reiter-Hass aus Weitendorf. Dritter wurde Sebastian Langbauer von der Landjugend Lang-Lebring.

Weltmeister Christian Lanz feiert seinen siebenten Landessieg

Der 29jährige Zeltweger Christian Lanz genießt seit seinem Weltmeistertitel 2011 bereits Pflüger-Legendenstatus. Als dreifacher Bundessieger und Gesamtweltmeister 2011 holte er sich auch heuer den Sieg in der Klasse Beetpflug. Neben dem Wettbewerb nutzte er auch die Chance für ein weiteres Training für die Weltmeisterschaft, bei der er Anfang September in Frankreich auf seinen zweiten Weltmeistertitel losgehen wird.

Faszination Pflügen

Beim Wettbewerbspflügen gilt es eine zugeloste Ackerparzelle in einer vorgegebenen Rahmenzeit möglichst sauber und gleichmäßig umzupflügen. Wichtige Bewertungskriterien sind die Gleichmäßigkeit und Geradheit der Furchen, sowie die technisch korrekte Ausführung der Pflugarbeit. Gestartet wird in zwei Klassen, der Drehpflugklasse und dem Beetpflügen. Millimeterarbeit, oberste Genauigkeit und volle Konzentration, das ist das Grundvokabular, das jede/r PflügerIn beherrschen muss. Pflügen wurde in den letzten Jahren zu einem Hightech-Wettbewerb. Wer einmal dabei war bei einem Pflügerwochenende, den lässt die Faszination „gerader Furchen“, „gleichmäßiger Pflugbeete“, „millimetergenauer Geräteeinstellungen“ und vieles mehr nicht mehr los.

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Christian Lanz übt bereits für die kommenden Weltmeisterschaft. Foto: LJ

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