Das Fest der Auferstehung

Für Christen ist das Osterfest das wichtigste Fest im Jahreskreis. Aber was feiern wir eigentlich, wenn wir Ostern feiern?

Für den Namen „Ostern“ gibt es, so heißt es in einer Information der Diözese Graz-Seckau, viele Deutungsversuche: Es hat vielleicht – wie auch „Österreich“ – mit der Himmelsrichtung „Osten“ zu tun: der Ort, an dem die Sonne aufgeht, ist Symbol für die Auferstehung und Wiederkehr des gekreuzigten Jesus. Und genau das feiern Christen an diesem Tag: den Sieg des Lebens über den Tod. Zum Leben gehört aber auch, wie es im Text der Diözese heißt, das Leiden dazu. „Die Kreuzigung, eine der grausamsten Todesarten, macht uns dies nur allzu deutlich klar. Aber der Tod ist nicht Endstation – am Ende leuchtet das Licht der Auferstehung.“

Im Unterschied zu Weihnachten ist Ostern ein Fest mit einem beweglichen Datum, denn der Ostersonntag wird immer am  Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert. Er kann also in einem  Zeitraum zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen. Nach Ostern richten sich auch die Termine für den Aschermittwoch (zwischen 4. Februar und 10. März), für Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern), Pfingsten (50 Tage danach) und Fronleichnam (61 Tage danach).

Der Osterfestkreis beginnt bereits mit dem Aschermittwoch und der Fastenzeit. In der Karwoche (die Woche vor dem Osterfest) feiern wir höchst bedeutsame Tage des Kirchenjahres.

Gründonnerstag

Das „grün“ in Gründonnerstag kann – so erklärt man in der Diözese – von althochdeutsch „grinan“, also „greinen“ abgeleitet werden, aber auch andere Deutungen sind möglich. An diesem Tag wird in der Liturgie an das Letzte Abendmahl erinnert, oft auch der Ritus der Fußwaschung abgehalten, bei dem vom Priester zwölf Personen symbolisch die Füße gewaschen werden – ein Zeichen des demütigen Dienens gegenüber den Mitmenschen.

Karfreitag

Am Karfreitag wird an den Kreuzestod Jesu erinnert. In der Liturgie zentral sind die Lesung der Passion, die „Großen Fürbitten“ und die Verehrung des Kreuzes. Der Gottesdienst beginnt häufig um 15 Uhr, der überlieferten Sterbestunde Jesu.

Karsamstag

Am Nachmittag finden vielerorts Osterspeisensegnungen statt. Osterbrot (süßes Weißbrot, in manchen Gegenden in Form eines Kipferls), Schinken, Ostereier, Salz, Kren und Kräuter werden am Karsamstag in die Pfarrkirche, zu einer Kapelle oder zu einem Bildstock gebracht. In der Steiermark nehmen über 250.000 Menschen an den Osterspeisensegnungen teil. Nach dem letzten strengen Fasttag wird in der Nacht auf den Ostersonntag die Auferstehung gefeiert. Oft wird im Rahmen der Liturgie auch eine Taufe gespendet.

Ostersonntag

Wie bei allen christlichen Hauptfesten, also auch Pfingsten und Weihnachten, wird auch das Osterfest über zwei Tag gefeiert – nämlich am Ostersonntag und am Ostermontag.

Mehr Informationen zum Osterfest und zu Osterbrauchtum unter katholische-kirche-steiermark.at/ostern

 

 

Foto: fotolia.com/marrakeshh

 

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