„Butzen“ rein – aber richtig

Plastiksackerl im Biomüll verursachen Kosten in Millionenhöhe. Die „Apfelbutzen-Razzia“ soll an die Vernunft der Bürger appellieren.

Das Gute vorweg: Die Steiermark ist im Umgang mit Abfällen und Ressourcen im Vergleich mit anderen europäischen Ländern vorbildlich. Von der Erreichung der EU-Recyclingziele 2030 ist Österreich derzeit dennoch weit entfernt. Das liegt unter anderem an der falschen Mülltrennung, wo zwei Probleme ganz besonders hervorstechen: zu viel Plastik landet im wertvollen Biomüll und zu viel organischer Abfall im Restmüll.

Um über richtige Abfallsammlung aufzuklären, vor allem aber auch um an die Vernunft eines jeden einzelnen zu appellieren, trafen sich Landesrat Johann Seitinger, der Geschäftsführer des Dachverbandes der steirischen Abfallwirtschaftsverbände Christian Schreyer, die Obfrau der Fachgruppe Abfall- und Abwasserwirtschaft Daniela Müller-Mezin und der Geschäftsführer der ARGE Kompost & Biogas Robert Tulnik – zum Start einer Informationskampagne für bessere Trennmoral: die „Apfelbutzen-Razzia“. Sie macht sich die Vermeidung von Plastik und anderen Fehlwürfen im Biomüll als auch die Verringerung von Bioabfällen im Restmüll zum Ziel.

Bewusstseinsbildung

„Würden wir unseren Abfall korrekt trennen, könnten wir für die Bürger in der Steiermark jährlich mehr als 20 Millionen Euro einsparen“, so Landesrat Seitinger, der im Rahmen der „Razzia“ auf „tatkräftige Bewusstseinsbildung“ setzen möchte: „Bioabfall ist nur ein wertvoller Abfall, wenn er sauber und getrennt entsorgt wird. Hier wird man den Leuten hin und wieder auf die Finger klopfen müssen“, so Seitinger. In der Anonymität in den Städten würden sich Fehlwürfe im Rest- und Biomüll ganz besonders häufen. „Wir werden das Gespräch mit den Leuten suchen“, erklärt Müller-Mezin, die „Bürger aufklären, wie wertvoll Kompost ist“, will Tulnik von der ARGE Kompost & Biogas.

 

Foto: Lebensressort

 

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