Bundespflügen als Reifeprüfung

Hinter dem Bundespflügen stecken ein Jahr intensive Vorbereitungszeit und viele Mitarbeiter. Die Bauern helfen uneigennützig mit.

Nicht nur für die teilnehmenden Pflüger, sondern vor allem für eine Reihe von jungen Funktionären ist das 60. Bundespflügen quasi die „Landjugend-Reifeprüfung“. Vor allem für die LJ-Verantwortlichen aus dem Leibnitzer Bezirksvorstand und dem Ortsgruppenvorstand von St. Georgen an der Stiefing geht eine mehr als einjährige intensive Vorbereitungszeit zu Ende.

Schon im Sommer 2015 musste feststehen, welche Äcker für den Wettbewerb und das Training bereitstehen. Schließlich musste die Fruchtfolge auf diese Großveranstaltung abgestimmt werden. Das 20 Hektar große Wettbewerbsfeld gehört der Familie Schreiner. „Ich habe ihn angerufen und um Unterstützung für die Landjugend gebeten und er hat am Telefon spontan zugesagt“, blickt „Pflügervater“ Josef Kowald dankbar zu Daniel Schreiner. Auch bei vielen weiteren Bauern, auf deren Feldern in dieser Woche schon eifrig trainiert wurde, war es nicht anders. „Sie helfen mit, ohne dafür etwas zu bekommen“, sagt Kowald, dem bei der Durchführung dieses Bundesentscheids aufgrund seines großen Netzwerkes eine Schlüsselrolle zufällt.

Alles überwacht

Auch die uneigennützige Mithilfe des Transportunternehmens Pock ist bei diesem Wettbewerb entscheidend. Auf dem mit zahlreichen Überwachungskameras und zwei Hunden gesicherten Firmengelände sind zehn Tage lang sämtliche Traktoren und Arbeitsgeräte der Pflüger eingestellt. Vor einer Woche sagten Karlheinz Pock und sein Vater Karl zu Ökonomierat Kowald: „Wir sind bereit, alles ist gerichtet!“

Unverzichtbar sind auch die Juroren. Am Wettbewerbstag bewerten 16 Punkterichter in zwölf Bereichen die Qualität der Arbeit. Dazu kommen die Mitglieder des „Obergerichts“ und der EDV-Auswertung sowie die Feldordner.

Nicht zu vergessen sind die LJ-Mitglieder, die am Freitag und Samstag für die Verpflegung und Durchführung des Rahmenprogramms sorgen. Dazu zählen eine Maschinenausstellung, ein Oldtimertreffen, die abendliche Musikunterhaltung sowie das Legendentreffen aller ehemaligen Pflüger am Samstag ab 13.30 Uhr im Festzelt.

Bundespflügen

Das Trainingspflügen in Hart, Marktgemeinde St. Georgen an der Stiefing, beginnt am Freitag, 19. August, um 9.30 Uhr. Am Samstag geht es um 9 Uhr mit der Pflügerparade los. Um 9.30 Uhr ist die Feldmesse, um 11 Uhr beginnt der Wettbewerb. Elf Beetpflüger und 16 Drehpflüger aus Oberösterreich, Niederösterreich, aus dem Burgenland, Kärnten und der Steiermark nehmen daran teil. Die vier Steirer sind Sebastian Langbauer, Martin Nestl (beide Bezirk Leibnitz), Martin Rodler (Hartberg-Fürstenfeld) und Markus Wippel (Südoststeiermark). Außer Konkurrenz treten die beiden WM-Teilnehmer Josef Kowald jun.und Philip Bauer an.

Beim Wettbewerbspflügen gilt es, eine zugeloste Ackerparzelle in einer vorgegebenen Zeit möglichst sauber und gleichmäßig umzupflügen.

Pflügen

Agrarkreisreferent Philipp Reiter-Haas, Ortsgruppenleiterin Manuela Egger, Ökonomierat Josef Kowald und Bezirksobmann Thomas Klement Foto: Brodschneider

 

 

 

 

 

 

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