Botschafterinnen des Weißen Goldes

Anfang September wurden im Rahmen des Steirischen Milchfestes in der Gaal die neuen Milchhoheiten gewählt.

Der Organisator des Milchfestes, Ökonomierat Matthias Kranz ist stolz, die erfolgreiche Geschichte der Milchbotschafterinnen mit den neuen Hoheiten Königin Doris Haissl aus der Gaal, Prinzessinnen Birgit Kaufmann aus Leoben und Sophia Spath aus Hitzendorf weiterführen zu können.

Die Milch, auch das Weiße Gold der Alpen genannt, und die daraus erzeugten Produkte bedeuten für zigtausende steirische Familien Arbeit und Wertschöpfung in der Steiermark. In der Steiermark produzieren knapp 4.800 Milchbäuerinnen und Milchbauern auf ihren Familienbetrieben 568.000 Tonnen Rohmilch. Diese stammt von den durchschnittlich 17 Milchkühen auf den steirischen Bauernhöfen. Insgesamt leben auf den Höfen in der Steiermark 82.000 Milchkühe.

Kranz nimmt an dieser Stelle auch zur Situation am Buttermarkt deutlich Stellung: „Pro Kopf und Jahr werden in Österreich 5,3 Kilogramm Butter verbraucht. Die Konsumenten können versichert sein, dass die Bauernfamilien und die Molkereigenossenschaften eine flächendeckende Butterversorgung sicherstellen.“ Die Bäuerinnen und Bauern sorgen für eine kontinuierliche Produktion, wobei es weder Butterberge, noch Butterknappheit gibt. Kranz abschließend: „Der Konsument kann sich auch für die Weihnachtsfeiertage auf eine gesicherte Versorgung einstellen.

Die neue Milchkönigin, Doris Haissl, erläutert die Bedeutung der Bauernfamilien für die Gesellschaft: „Die Bäuerinnen und Bauern produzieren mit den Milchkühen an 365 Tagen im Jahr ein Lebensmittel, das es wirklich in sich hat. Gemeinsam mit den drei Steirischen Molkereien, Berglandmilch, Obersteirische Molkerei und Ennstal Milch, wird daraus eine Vielzahl verschiedenster Produkte, von Trinkmilch über diverse Milchmixgetränke bis hin zu international ausgezeichneten Käsespezialitäten erzeugt.

Haissl und ihre Prinzessinnen Birgit Kaufmann und Sophia Spath sind sich einig, dass sie durch ihre Botschaftertätigkeit die Wertschätzung für das Weiße Gold der Alpen sowohl bei den Konsumenten als auch beim Handel steigern möchten. Auch sie werden fleißig die Werbetrommel für die Milch, die in der Steiermark zu 100 Prozent gentechnikfrei erzeugt wird, rühren.

Der Obmann der Steirischen Jungbauernschaft, Bezirkskammerobmann vom Murtal, Leonhard Madl ist sichtlich überzeugt vom Einsatz der Milchhoheiten: „Ein großes Anliegen der bäuerlichen Vertretung ist es, über diese Schiene den Zugang zu den Konsumenten zu intensivieren und ihnen damit ein realistisches Bild der Landwirtschaft vermitteln und die wichtige Partnerschaft zwischen Bauernfamilien und Konsumenten zum Ausdruck zu bringen. Dem Konsumenten kommt eine besonders wichtige Aufgabe zu. Mit seinem Griff ins Regal entscheidet er darüber, ob er heimische Qualität und kleinstrukturierte, bäuerliche Landwirtschaft will, oder einfach das billigste Produkt. Zum Schluss appelliert Madl noch an die Gesellschaft: „Essen ist ein Bedürfnis, genießen eine Kunst. – Mit den vielfältigen bäuerlichen Qualitätsprodukten in der Steiermark ist dieser Genuss auf jeden Fall sichergestellt!“

 

Foto: Bauernbund

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