Bezirksbäuerinnentag in Voitsberg

„Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu verleihen vermag.“ Unter diesem Motto fand am der Voitsberger Bezirksbäuerinnentag statt. Das Volksheim Bärnbach war mit fast 300 BesucherInnen bis auf den letzten Platz gefüllt, auch viele Ehrengäste befanden sich unter den Anwesenden. Zu Beginn wurden die Highlights über die Aktivitäten der Bäuerinnenorganisation und der Bezirkskammer Voitsberg präsentiert und die Bäuerinnenehrung für das Jahr 2014 wurde vollzogen. In der Gesprächsrunde mit den Ehrengästen wurden Landtagsabgeordnete Waltraud Schiffer,  Bernd Osprian (neuer Bürgermeister der Stadtgemeinde Bärnbach) und Werner Pressler (Kammerobmann) befragt, was für sie denn Lebensqualität bedeutet und erläuterten in diesem Zusammenhang auch sehr persönliche Erlebnisse.

„Menschen menschlich begleiten“

Als nächsten Programmpunkt stellte Karoline Avender, vom Institut für Familienberatung und Psychotherapie der Diözese Graz-Seckau, ihre Institution vor. „Menschen, die diese Beratung in Anspruch nehmen, sind so wie Du und Ich. Viele kommen jedoch erst spät, da oft die Scheu viel zu groß ist. Krisen und Probleme gehören einfach zum Leben. Wir versuchen bei Lösungen zu unterstützen“, so Avender.

„… und wo bleibe ich?“

Paul Tschuffer von der Sozialversicherungsanstalt der Bauern referierte über das Thema: Weiter, höher, schneller – und wo bleibe ich? Des Weiteren stellte er in ironischer Weise die „10 Regeln des Funktionierens“ dar, wo sich die eine oder andere sicher in einem der Gebote wie z.B. „Du sollst das tun, was deine Kinder dir sagen oder Du sollst zu Hause bleiben, einer muss ja da sein“ wiederfanden. Abschließend stellte er noch die Angebote der SVB vor und meinte abschließend „Nicht für Andere funktionieren, sondern für DICH selbst!“

„Die Barbara Karlich Show“

Als weiteren Programmpunkt konnten wir Barbara Karlich interviewen. Sie wurde schon herzlich bei ihrer Ankunft von den Bäuerinnen mit großem Applaus begrüßt, die eine oder andere flüsterte Barbara Karlich zu, dass sie die größten Fans von ihr seien. Frau Karlich meinte zu Beginn auf der Bühne, dass sie bei uns gar nichts essen wollte, da sie ja ständig auf Diät sei, aber die Rindsrouladen sahen einfach zu gut aus. Zu ihrer Show meinte sie, dass sie nach jeder Sendung nach Hause geht und auch etwas gelernt hat und sie wirklich nur echte Menschen mit echten Geschichten in der Show hat. Dies sei auch das erfolgreiche Rezept für ihre Show, die es nun schon seit 15 Jahren gibt. Zum Thema Lebensqualität meinte sie: „Wenn man beginnt, sich zu vergleichen, ist man unglücklich“. Sie ist sehr tief mit der Landwirtschaft verwurzelt, ihre Großeltern hatten selbst eine kleine Landwirtschaft betrieben. Weiters ist Barbara Karlich ein ausgesprochener Familienmensch, mit hohen Werten, die sie auch versucht, ihrer Tochter zu vermitteln. In der Erziehung ihrer Tochter ist ihr Bodenständigkeit sehr wichtig, wie auch Ausflüge in den Wald oder das „Garteln“. Barbara Karlich war im letzten Jahr im Rahmen einer Show 3 Tage auf einem Biobergbauernhof, um dort den Alltag als Bäuerin mitzuerleben. Sie konnte viel dazu lernen, was es heißt, tagtäglich in den Stall zu gehen und Verantwortung für Tiere zu übernehmen. Das frühe Aufstehen und die steilen Hänge waren anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Es stellte sich für sie auch heraus, dass Moonboots nicht das beste Schuhwerk für das Mähen auf steilen Berghängen sind. Trotz der vielen Arbeit, hatte sie die Tage genossen, denn es wurde ihr bewusst, dass dort oben auch Ruhe ein Geschenk sein kann. Sie meinte am Ende des Tages muss man sich fragen, wer denn nun glücklicher sei, die Bergbäuerin oder sie. Abschließend meinte sie noch, dass Lebensqualität für sie bedeutet, wenn man zufrieden ist und das Geld alleine sicher nicht zufrieden macht. Wir durften eine herrlich bodenständige und herzliche Barbara Karlich näher kennenlernen.

„Unverschämt weiblich“

Abschließend erheiterte uns der Bäuerinnenchor Voitsberg mit ihrem Kabarettprogramm „unverschämt weiblich“. Auch Barbara Karlich war sehr angetan von den Texten und Klängen der Damen.

© Fotos von Robert Cescutti

 

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