Bauernbund ist Denkwerkstatt

Der Landesobmann des Steirischen Bauernbundes, Agrarlandesrat Hans Seitinger hob gleich zu Beginn des 142. Landesbauernrates am Steiermarkhof in Graz den deutlich spürbaren frischen Wind auf Bundesebene hervor: „Wir haben mit dem neuen Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner, Finanzminister Hans Jörg Schelling und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter drei Personen an der Spitze der ÖVP und der Bundesregierung, die unternehmerisches Denken, die Verantwortung für Eigentum und Leistungsbereitschaft als gelebte Praxis verinnerlicht haben.“

Genauso findet der Landesobmann klare und deutliche Worte in Richtung Steirische Reformen: „Die Bauernschaft hat diesen gewaltigen Reformschritt mitgetragen. Ich betone, dass das nicht als Selbstzweck geschehen ist, sondern weil Hermann Schützenhöfer die Dringlichkeit erkannt hat, dass wir dabei waren, den jungen Menschen die Chancen auf die Zukunft zu nehmen wenn wir nicht umgehend handeln. Die Bauernschaft ist gewillt, die notwendigen Schritte, auch wenn sie aktuell als schmerzhaft erscheinen, mitzutragen, um der Landwirtschaft und dem ländlichen Raum eine Zukunft zu geben. Der Bauernbund ist die Denkwerkstatt des ländlichen Raumes, wir nehmen unsere wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Verantwortung für den ländlichen Raum wahr. Der Bauernbund mit seinen Mitgliedern ist am Puls der Zeit, am Puls des Wissens und am Puls der Zukunftsgestaltung und bringt sich aktiv in die Gestaltung des Zusammenlebens ein“, so Landesobmann Seitinger abschließend.

 

Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer: Reformpartnerschaft in der Zielgeraden

Zur steirischen Situation stellt Hermann Schützenhöfer klar: „Wir befinden uns mit der Reformpartnerschaft in der Zielgeraden, ein gutes Tagwerk steht vor dem Abschluss! Das Land ist neu geordnet, die Strukturen geändert und die Steiermark ist damit zukunftsfit!“ Schützenhöfer dankt auch dem Bauernbund für die Unterstützung bei der Reformarbeit: „Der Bauernbund ist ein Bollwerk der Steirischen Volkspartei! Ich danke, dass ihr bei den Reformen mitgegangen seid, Bauern wissen, wann Veränderungen notwendig sind. Wir wollen den ländlichen Raum stärken und alles tun, damit nicht nur die Städte sondern auch der ländliche Raum alle Chancen hat.“

Landwirtschaftsminister Rupprechter forciert Exportinitiative

Bundesminister Andrä Rupprechter spannte in seinem Referat am Landesbauernrat einen breiten Bogen über die aktuell im Bauernbereich auftretenden Themen. Vom Maiswurzelbohrer über die neue Landwirtschaftsfinanzperiode auf Europäischer Ebene bis hin zu Zukunftsmöglichkeiten für die heimische Almbewirtschaftung reichten seine Ausführungen.

Besonders wichtig ist ihm, dass die Bäuerinnen und Bauern entsprechende Abnahmemärkte für ihre hochqualitativen Produkte haben. Seit dem Beitritt zur EU ist das Außenhandelsdefizit Österreichs im Agrarbereich von 1,5 Milliarden Euro auf null geschrumpft, die Agrarexporte haben sich im Wert verzehnfacht. „Hier müssen wir dranbleiben, neben der Versorgung des heimischen Marktes müssen wir uns Exportmärkte sichern und neue eröffnen“, so der Minister zur sogenannten grünen Exportoffensive.

Zum Werteverständnis der ÖVP und ihrer Mitglieder trifft er ebenfalls klare Aussagen:„ Für mich und die ÖVP steht das Gemeinwohl im Mittelpunkt, nicht das Gemeingut. Das unterscheidet uns ganz deutlich von den Mitbewerbern.“ Wer Gemeinwohl und Unterstützung anbieten will, muss zuerst das Eigentum schützen und Rahmenbedingungen anbieten, damit die Menschen wirtschaftlichen Erfolg generieren können, um Leistungen für das Gemeinwohl zu ermöglichen.

Der Minister abschließend: „Wir müssen in Zukunft ein Bild der Landwirtschaft zeichnen, dass verdeutlicht, wie wichtig die flächendeckende Bewirtschaftung für die Gesellschaft ist und wie modern, zukunftsorientiert und innovativ die junge Generation der Bäuerinnen und Bauern ihre Betriebe führt.“

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