Bauer sucht Konsument – Konsument sucht Bauer

Landwirtschaftskammer forciert neue, unkonventionelle und innovative Vermarktungswege für bäuerliche Lebensmittel. Messe „LEBENSMITTELpunkt – Marktplatz der Ideen“ zeigt 30 spannende Projekte, bei denen sich Bauern und Konsumenten verbünden.

Lebensmittel sollen wieder jenen Wert bekommen, den sie verdienen.  In den vergangenen Jahren ist der Bauernanteil am Endverbraucherpreis kontinuierlich gesunken. „Mit neuen unkonventionellen Vermarktungswegen wollen wir, dass Lebensmittel wieder jenen Wert bekommen, den sie auch verdienen“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. Daher vernetzt und verbündet die Landwirtschaftskammer Bauern mit Konsumenten und forciert alternative Vermarktungswege. Titschenbacher: „Damit erfüllen wir die Sehnsüchte und Wünsche der Konsumenten nach direktem Kontakt zu den Bauern, nach kurzen Transportwegen und Transparenz in der Lebensmittelherstellung. Für die Bauern wollen wir damit einen fairen Anteil am Endverbraucherpreis erreichen.“

Messe „LEBENSMITTELpunkt – Marktplatz der Ideen“ mit 30 spannenden Projekten vom Online-Verkauf über die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft bis zum Crowdfunding. Die am 30. Juni von 11 bis 16.30 Uhr stattfindende Messe ist ein Treffpunkt für Konsumenten und Bauern, um sich zu vernetzen und das Angebot zu bündeln. Mit dabei sind rund 30 alternative, direkte Vermarktungsprojekte, die bereits erfolgreich laufen oder in der Startphase sind. Titschenbacher: „Damit unterstützen wir neue Strukturen, die den Produzenten und Konsumenten neue Perspektiven  und Möglichkeiten der Kooperation eröffnen.“ So haben die Weizer Schafbauern einen Genuss-Gutschein quasi als Schaf-Aktie aufgelegt, womit die kleinbäuerliche Landwirtschaft gestützt und die Konsumenten von den einzigartigen Spezialitäten profitieren. Oder: Die neue Web-Plattform „Nahgenuss“ bringt Kunden und Bio-Schweinefleisch-Direktvermarkter zusammen. Und bei der gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft Bio Fuchs tragen mehrere private Haushalte die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebes, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten. Vertreten ist auch die Initiative ‘s Fachl, die bereits in Wien und Villach Fuß gefasst hat und seit Herbst 2015 Obststeigen für Produkte von Direktvermarktern  zum Einmieten anbietet. Nächstes Ziel: Graz! Mit dabei ist auch die Crowdfunding-Plattform Green Rocket.

Messe mit vielen Workshops. Begleitet wird die Messe „LEBENSMITTELpunkt – Marktplatz der Ideen“ von zahlreichen Inputs, Workshops und offenen Gesprächen mit Fachleuten. So können zwischen 12 und 12.45 Uhr die Konsumenten und Bauern an einem moderierten Markt-Rundgang teilnehmen. Zwischen 12 und 15 Uhr finden in verschiedenen Seminarräumen des Steiermarkhofes Workshops zu den Themen „Wege in die Zukunft“, „Ernährungssouveränität“ statt. Auch der Film „Bauer sucht Crowd“ wird gezeigt, der verschiedene Portraits solidarischer Landwirtschaften nachzeichnet. Zu den Themenbereichen wie „Crowdfunding“, „Neue Wege gehen“ und „Genossenschaftsideen neu leben“ wird es offene Diskussionsrunden geben. Als abschließenden Höhepunkt des Tages werden beim Vernetzungstreffpunkt um etwa 15 Uhr Ideen und Diskussionsergebnisse präsentiert. Dort treffen sich Vernetzungswillige mit ihrem Angebot und ihrer Nachfrage.

Anmeldung. Die Messe LEBENSMITTELpunkt findet am 30. Juni von 11 bis 16.30 Uhr im Steiermarkhof, Krottendorferstraße 81, 8052 Graz statt. Eingeladen sind interessierte Konsumenten sowie Bäuerinnen und Bauern als Produzenten. Anmeldung unter www.stmk.lko.at/lebensmittelpunkt, Tel. 0316/8050-1411. Der Eintritt ist frei.

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