Bäuerin der Woche: Martha Sackl

Jetzt übertreib nicht!“, ist die erste Reaktion von Martha Sackl, Landwirtin aus Wald, wenn man sie angesichts ihres vielseitigen Engagements lobt, und es ist ihr anzumerken, dass es sich dabei weder um Koketterie noch um falsche Bescheidenheit handelt. Vielmehr ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, sich überall dort einzubringen, wo ihre Hilfe gebraucht wird. „Vorm Arbeiten hab ich mich noch nie gefürchtet!“, lacht sie, wenn sie auf ihr umfangreiches Arbeitspensum angesprochen wird. So steht sie als Gemeindekassierin in ihrer Heimatgemeinde Marhof seit 2012 der VP Gemeinderatsfraktion vor und leistet sowohl dem Bauernbund als auch der Frauenbewegung in der Region wertvolle Dienste – zum einen als Herrin über die jeweiligen Finanzen, zum anderen aber auch als aufmerksame Mitdenkerin mit großem organisatorischen Geschick und einem ausgeprägten Sinn fürs Praktische. Auch in der Pfarrgemeinde bringt sie sich gerne und tatkräftig ein. Dabei hätte sie auch ohne diese Funktionen und Ehrenämter wahrlich genug zu tun – immerhin bewirtschaftet sie seit ihrer Scheidung vor 3 Jahren ihren Rinderbetrieb und die dazugehörigen 32 Hektar über weite Strecken im Alleingang, da ihr Sohn, der die Betriebshälfte des Vaters übernommen hat, einer Vollzeitbeschäftigung als Landmaschinen-Mechaniker nachgeht.
Klagen über die viele Arbeit am Hof hört man aus ihrem Munde trotzdem nicht – im Gegenteil: „Mir sagt niemand, was ich zu tun habe. Die einzigen Vorgaben machen mir meine Tiere und das Wetter. Im Rahmen dieser Konstanten bin ich mein eigener Herr, und das weiß ich zu schätzen!“
In der Gemeinderatssitzung vom 8. September wurde der wohl letzte Nachtragsvoranschlag ihrer Amtszeit als Gemeindekassierin verabschiedet – mit der Gemeindefusion endet auch ihre Tätigkeit im Gemeindevorstand. Ganz im Gegensatz zu ihrem ehrenamtlichen Einsatz: Als Sprengelsprecherin in der neuen und fusionierten Ortspartei steht sie den Menschen in Marhof weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

Martha Sackl

  • vulgo Mattibauer
  • Wald 16
  • 8510 Stainz
  • 56 Jahre
  • Geschieden sein 2011
  • Rinderhaltung, Kürbis-, Mais- und Getreideanbau
  • Kinder Monika und Ernst, 2 Enkel
  • Kommunalpolitikerin

 

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