Auftakt zur Sturmsaison

Während in den heimischen Weingärten die Sorten Grüner Veltliner, Riesling, Blauer Zweigelt und Co. noch von den warmen Sonnenstrahlen profitieren, werden frühreife Sorten wie Bouvier, Müller-Thurgau, Sylvaner, Blauburger, Blauer Wildbacher und Zweigelt bereits gegen Ende August oder Anfang September für die Produktion des saisonalen Nationalgetränks, dem Sturm, gelesen.

Frühreifende Rebsorten eignen sich hervorragend für das beliebte Herbstgetränk, erklärt die Österreich Wein Marketing (ÖWM). Der Sturm ist ein sich in Gärung befindlicher Traubensaft, der sich als traditioneller Speisenbegleiter zu deftigen Gerichten aber auch etwa zu gerösteten Maroni erwiesen hat. Unabhängig von Bezeichnungen wie „Sauser“ und „Bremser“ in Österreich oder „Federweißer“ und „Federroter“ bei unseren deutschen Nachbarn muss der Sturm mindestens 1% Alkoholgehalt haben, um als solcher zu gelten – gewöhnlich verfügt dieser über 4%. Darüber hinaus ist er EU-weit geschützt und darf nur als Sturm bezeichnet werden, wenn die Trauben in Österreich geerntet und verarbeitet wurden, so die ÖWM.

Im Allgemeinen ist derzeit in den Weingärten der Reifeprozess der Trauben noch im Gange. Die Beeren erhalten nach und nach ihre gewünschte Zucker- und Fruchtreife. Eine besonders wichtige Vorarbeit im Sommer ist das Ausdünnen in den Weingärten. Dabei werden noch unreife Trauben von den Rebstöcken zur Qualitätsverbesserung und Ertragsbegrenzung abgenommen. Großteils werden diese Trauben am Boden liegen gelassen oder in seltenen Fällen zum Nebenprodukt Verjus verarbeitet. Dieser feinsäurige Traubensaft erlebt derzeit eine Renaissance in der gehobenen Gastronomie und wird gerne als Alternative zu Essig und Zitronensaft eingesetzt.

 

Foto: DoraZett-fotolia.com

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