Auf ins neue Schuljahr!

In der Steiermark begann ein neues Schuljahr. Es soll, so Schul-Präsidentin Elisabeth Meixner, ganz im Zeichen der Begabtenförderung stehen.

Wenn das System Schule nach der langen Ferienpause los legt, dann rührt sich was im ganzen Lande. Das dokumentieren eindrucksvolle Zahlen: Am Morgen von Wochentagen machen sich in der Steiermark 141.415 Schülerinnen und Schüler ebenso auf den Weg in Richtung von insgesamt 801 Schulen wie 15.241 Lehrkräfte. Für 11.340 Mädchen und Buben, aber auch für deren Eltern, war der Start am Anfang dieser Woche ein ganz besonderer Tag: Sie drücken zum ersten Mal die Schulbank, sind erstmals – wie es immer wieder heißt – mit dem „Ernst des Lebens“ konfrontiert. Zumindest mit einer kleinen Dosis davon.

Drei Botschaften

Elisabeth Meixner, Amtsführende Präsidentin des Landesschulrats für Steiermark, hat gleich drei wichtige Botschaften zum Schulbeginn: Erstens seien, sagt sie zufrieden, die Schulen gut gerüstet. Zweitens wünscht sie allen „ein erfolgreiches Schuljahr“ und drittens bläst sie zur Großoffensive in Sachen Begabtenförderung. Zahlreichen Initiativen und Neuerungen gehen in diese Richtung. Schulintern sollen, so die Präsidentin, „alle nur erdenklichen Ressourcen ausgenützt werden, um die Begabungen und Neigungen unserer Kinder zu fördern“ aber auch nach außen will man zu verschiedensten Einrichtungen (etwa Kinder-Uni oder Johann-Joseph-Fux Konservatorium)  Brücken bauen. Außerdem schafft der Landesschulrat eine  Landeskoordinationsstelle für  Begabungs- und Begabtenförderung.

Verteilung

Interessant ist auch die Verteilung der  über 140.000 Schülerinnen und Schüler (es sind etwas weniger als im vergangenen Schuljahr): Die meisten (49.834) besuchen eine Höhere Schule – davon 28.448 eine Allgemeinbildende (AHS) und 21.386 eine Berufsbildende (BMHS) Höhere Schule. 43.624 Mädchen und Buben werden an steirischen Volksschulen unterrichtet, 28.122 an Neuen Mittelschulen, 1790 in Polytechnischen Schulen und rund 600 an  Sonderschulen. 17.365 junge Leute bekommen ihre Ausbildung in einer der steirischen Berufsschulen.

„Taferlklassler“

Wo werden die meisten der 11.340 „Taferlklassler“ unterrichtet? Da liegt die Bildungsregion Steirischer Zentralraum mit 4448 einsam voran, gefolgt von Oststeiermark (1773), Südweststeiermark (1391), Obersteiermark Ost (1303), Obersteiermark West (922), Südoststeiermark (770) und Liezen (733). Für 237 Kinder beginnt das Lernen an alternativen Schulen.

Die Lehrer

Und wo ganz genau ist die Lehrerschaft im Schulsystem tätig? Insgesamt 8915 Lehrkräfte im Bereich der Allgemeinbildenden Pflichtschulen (APS), also an den Volks- und Neuen Mittelschulen, 5684 an AHS und BMHS sowie 642 an den Berufsschulen. Insgesamt 240 hoffnungsvolle Jung-Pädagoginnen und Jung-Pädagogen steigen als so genannte „Unterrichtspraktikanten“ in den Schulalltag ein. Damit um 23 Personen mehr als im Vorjahr. Damit bleibt noch ein Thema zu erwähnen, dass im neuen Schuljahr eine wichtige Rolle spielen wird – die Integration der 1600 schulpflichten Flüchtlingskinder, die am Ende des vergangenen Schuljahres in den regulären Schulbetrieb aufgenommen worden sind. Für Elisabeth Meixner wäre da Bedarf zum Nachjustieren: „Wichtig wäre, dass es noch mehr Lehrer gibt, die zur Verfügung stehen. Bei einem hohen Migrationsanteil in Schulklassen und bei Flüchtlingskindern insgesamt sind die Herausforderungen sehr groß – speziell in den Volksschulen und in den neuen Mittelschulen.“

 

Fotos: fotolia.com/drubig-photo, Raggam

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