400 Millionen für Schutzbauten

Mit großem finanziellem Aufwand werden Maßnahmen getroffen, um uns vor den Folgen der Wetterkapriolen zu schützen.

Hochwasser und Überschwemmungen sind natürliche Ereignisse, die in Österreich regelmäßig auftreten. Am häufigsten sicherlich entlang größerer Flüsse und ihrer Zubringer. Aber auch Regionen, durch die nur kleinere Bäche führen, können unter bestimmten Umständen von Überschwemmungen betroffen sein. Dies bewies auch das Jahrhundert-Hochwasser Ende Mai des vergangenen Jahres. Verbreitet fielen vor allem im Westen Österreichs über 200 Millimeter Regen in nur vier Tagen. Auch die Steiermark war mit massiven Schäden an Häusern, Straßen und landwirtschaftlichen Kulturen betroffen.

Maßnahmen

Landesrat Hans Seitinger, in der Steiermark für den Hochwasserschutz verantwortlich, dazu: „Jedes Jahr sorgen extreme Niederschlagsmengen dafür, dass es zu Überflutungen und in weiterer Folge dann auch oft zu hohen finanziellen Schäden kommt. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, entsprechende Schutzmaßnahmen zu setzen“. Seitinger ist sich der Problematik bewusst: „In den letzten zehn Jahren wurde deshalb in der Steiermark über Bundeswasserbauprojekte und über Projekte der Wildbach- und Lawinenverbauung die beachtliche Summe von 400 Millionen Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen investiert“. Heuer werden in der Steiermark rund 28 Millionen Euro für weitere Schutzmaßnahmen aufgewendet (bei einem Landesanteil von zehn Millionen Euro). Die Finanzierung erfolgt je nach Projekt zu unterschiedlichen Teilen über Bundesmittel, Landesmittel und Interessensgruppen.

Nicht nur Wetterextreme, auch menschliche Eingriffe in den Naturhaushalt und in den Wasserkreislauf, wie zum Beispiel die zunehmende Nutzung gewässernaher Bereiche und die Verringerung der natürlichen Speichereigenschaften von Böden durch Flächenverbrauch und –versiegelung, haben trotz der ständigen Verbesserung des baulichen Hochwasserschutzes in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einer Verschärfung der Hochwassersituation in Österreich geführt. Dies bestätigt auch die Österreichische Hagelversicherung: „Täglich wird in Österreich ein Bauernhof verbaut. Das entspricht rund 22 Hektar Boden. Pro Jahr wird somit eine Fläche von rund 8000 Hektar Boden versiegelt“, zieht Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung und Präsident der weltweiten Vereinigung der Agrarversicherer, eine drastische Bilanz und erklärt weiter: „Hochgerechnet auf die nächsten 50 Jahre zeigt sich ein dramatisches Bild: Bereits 2065 könnte flächenmäßig so

 

hans

Landesrat Hans Seitinger setzt auf Schutzmaßnahmen.

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